Mein Jahr 2011 in Brasilien

Sechste Nachricht aus Brasilien :)

Sonntag, 24.07.2011

Meinen letzten Schultag hatte ich am Mittwoch. Eigentlich wäre am Donnerstag noch Schule gewesen, aber niemand ist mehr gegangen. :) Ja, so kann man das hier in Brasilien machen. Donnerstag und Freitag habe ich nur gefaulenzt. Das war mal richtig toll. Schlafen, bis man von allein aufwacht. ;) Am Freitagabend bin ich zusammen mit Bá auf einen Geburtstag von dem Kind von ihrer Patentante oder so. Dort sind wir ziemlich früh wieder nach Hause. Das war auch gut so, weil ich am  Samstag um 8 Uhr aufstehen musste. An dem Tag war die Hochzeit von meinem Papa seinem Cousin das Kind. So eine wunderschöne Hochzeit. Und dazu eine wunderschöne Braut!! War ein tolles Fest. Danach sind wir noch auf einen Geburtstag von einem einjährigen Kind gegangen. Das ist von meinem Papa der Schwager, das Kind oder so. Ich verstehe es gar nicht! :) Nein, das war kein normaler Geburtstag zum Vergleich zu Deutschland. Das war ein Geburtstag mit 200 Leuten. Ja, DAS ist Brasilien. :)  Am Tag danach waren wir wie immer bei Oma. Nach dem Essen bin ich mit meiner Schwester und meiner Cousine Fahrradgefahren. Das war ein Erlebnis der besonderen Art. :) Zu mir wurde gesagt, dass ich auf dem Schotterweg doch bitte schieben soll, weil man nicht von der Stelle kommt, wenn man fährt. Ach, habe ich losgelacht. :D Ich habe dann gefragt, wie es mal wäre mit einer schönen Fahrradtour auf Feldwegen. :) Nach den paar Runden in der Straße sind wir zurück und dann sind wir zur Überraschungsparty von Einem aus der Clique von mir. Der war ein halbes Jahr in Kanada und ist heute zurückgekommen. Tolles Fest gewesen und sein Gesicht, als er seine Freunde gesehen hat. Das erste Mal, dass ich mich richtig auf Deutschland gefreut hab. :)

Die kommende Woche habe ich immer ausgeschlafen und mittags bin ich mit Freunden in die Stadt, hatte Portugiesischunterricht, oder habe Filme geschaut mit meiner Freundin.  So etwas nennt man eine gechillte Woche. Ferien eben. ;) Am Freitagmittag war ich mit Bá in der Stadt und danach sind wir in der Schule der Kleinen vorbeigegangen, um dort Eintrittskarten für ein Event von der Schule am Sonntag zu kaufen. Eine für mich bis dahin unbekannte Frau hat mich angesprochen, wieso ich am Vortag nicht beim „Festival do Inverno“ (Winterfest von der Schule) war. Eigentlich wollte ich dort hin, aber ich dachte, es wär am 08.07.  und keiner wusste es direkt. Niemand war sich sicher. Auf jeden Fall hat die Frau, eine Lehrerin, wie ich dann erfahren hab, erzählt, dass Ísis, meine Spanischlehrerin, mich auf die Bühne rufen wollte, damit ich etwas auf Deutsch sage und mich vorstelle. (SORRY FÜR DIE VIELEN KOMMAS :D) Eigentlich gut, dass ich nicht da war, weil ich nicht weiß, wie ich reagiert hätte, wenn ich einfach so auf die Bühne hätte müssen. Das war auch das Fest, bei dem ich auf dem Klavier etwas spielen hätte sollen.  Ja, das war ein witziger Mittag! :) Am Abend bin ich daheim geblieben, weil meine Eltern früh schlafen gegangen sind um meine Schwester nachts um Zwei am Flughafen abzuholen. Auf meine kleine Schwester und mich hat unsere Oma aufgepasst. Als ich am Samstagmorgen aufgewacht bin, dachte ich als Erstes, dass ich in ein paar Stunden eine Schwester mehr zu Hause hätte. Komische Vorstellung gewesen. Meine Tante, die nebenan wohnt, hat Bruna, meine Oma und mich mitgenommen zum Haus von meiner anderen Oma, wo es ein Willkommensfest gab. Um halb Zwölf sind meine Eltern endlich mit Bárbara angekommen. Die ganze Familie war da und ihre bzw. unsere Freunde auch. Nach einem tollen Fest sind wir nach Hause gefahren. Dort haben wir noch ein bisschen Bilder angeschaut, was wir gemacht haben, während sie in Deutschland war. Danach sind wir alle schlafen gegangen. Am Sonntagmorgen sind wir um neun zum Aufbau vom „Festa Julina“ gegangen. Das ist ein Fest im Juli von der Schule. Es gab verschiedene „Stationen“ von der 9. Klasse und dem 3. Jahr. Der Erlös war für ihre „formatura“, ihren Abschluss. Zum Mittagessen sind wir zur Oma gegangen. Isabella und Vitor sind auch mitgegangen. Bevor wir wieder zurück zum Fest gegangen sind hat mir meine Tante einen französischen Zopf gemacht. Warum ich das hier erwähn!? Ganz einfach, bis jetzt waren meine Haare immer zu kurz und jetzt geht das auf Einmal. DAS macht mich glücklich. :) Am Mittag bei dem Fest haben die Kleineren Tänze aufgeführt und es gab Essen und die Stationen. Eigentlich vergleichbar mit Kinderfest, nur viiiiiiiiiel größer. Es gab auch Rodeo und eine aufpumpbare Rießenrutsche. Als schon fast alle Kinder weg waren, durften auch wir Größeren. Das war wirklich spaßig! Danach bin ich noch mit meiner Schwester und unseren Freunden in eine Bar. Die Autofahrt dorthin war ziemlich witzig. Wer genauere Infos will, muss mir schreiben. Das muss nicht jeder lesen können. :) Am Montag war ich mittags mir meiner Schwester bei unserer Oma und unserem Cousin. Nachdem wir einen Film geschaut haben, waren wir noch ein Eis essen. Am Abend sind wir Tanzen gegangen. Den Dienstag haben mal wieder meine Schwester und ich zusammen verbracht. Wir waren mit den Anderen zusammen Picknick machen. Der beste Spruch des Mittags war eindeutig: „Wenn du deinen Freunden erzählst, was du gemacht hast sagst du, dass du mit deinen Freunden Picknick zwischen Pferdescheiße gemacht hast.“ Warum dieser Satz gesagt werden musste? Wir haben keinen besseren Platz gefunden und dann sind wir zwischen Pferdehäufchen in der prallen Sonne gesessen. Ach und ein Pferd hat uns auch besucht und hatte Hunger. Picknick mal ein bisschen anders erlebt. Seit Júnior zurück ist, ist es eine ganz andere Truppe, zum Positiven. :) An diesem Mittwoch habe ich einfach mal nichts gemacht. Am Tag danach war ich mit meiner Schwester bei unserer Oma und dann sind wir noch zum Eis essen gegangen. Es ist Freitag und ich war den ganzen Tag bei Bá. Es war ein extrem witziger Mittag. Einfach nur Mädelszeug gemacht und Spaß gehabt. Am Abend kamen noch zwei Familien. Unter Anderem auch Kahlil. Da war dann ein kleines Kind dabei und wir haben Film geschaut. Das Kind hatte voll Angst, aber das war Allen egal. :( Danach wurde ich von meinem Papa abgeholt. Das Wochenende hat die ganze Familie wie immer bei Oma verbracht. Jetzt sind schon drei Wochen von den Ferien vorbei. Die Zeit rast davon. Am Montagmittag sind meine Freunde und ich nach Pocos gefahren mit einem Kleinbus. Da waren wir dann bis abends um neun in der Stadt und dann haben wir uns Harry Potter 7.2 im Kino angeschaut. Ja, das war ein sehr toller Tag!! :)  Den Dienstag haben wir alle zusammen, also meine Freunde und ich, in unserer Stammbar verbracht. Wir haben die Bar auch aufgemacht, weil der Besitzer noch nicht da war. Gut, dass das kein Problem war, weil ein Kumpel der Bruder vom Besitzer ist. Ich wusste gar nicht, dass es da auch Eis gibt. War total lecker. :) Am Mittwochmittag sind Camila und Rafael zu uns gekommen. Camila ist das Mädchen, das ich vor längerer Zeit bei einem Geburtstag kennengerlernt habe. Die Zwei wohnen in einer anderen Stadt und bleiben bis Sonntag da, um mit uns aufs Weinfest zu gehen. Am Mittag sind die Zwei, meine Schwester und ich mit Bella zum Eis essen gegangen. Danach haben wir uns mit den restlichen Leuten in unserer Bar getroffen. Lange sind wir aber dort nicht geblieben. Am Abend haben wir uns getroffen zum Serien anschauen, aber keiner hat es angeschaut. :) Einfach nur geredet und Spaß gehabt. Am nächsten Tag sind alle ziemlich unmotiviert aufgewacht und deshalb haben wir bei uns Zuhause Film geschaut. Heute ging endlich Weinfest los, das einzige Event in meiner Stadt. :) Das Coolste überhaupt war wohl, dass ich Eintritt in den VIP-Bereich hatte. Normalerweise würde man dafür 70 Euro zahlen müssen. Gut, dass ich die richtigen Freunde habe :P  Wie es auf Festen eben so ist hab ich viele neue Leute kennengelernt und es war auch ziemlich witzig die Deutschversuche von manchen Leuten. Am Freitagmorgen haben wir ausgeschlafen und am Mittag haben wir Harry Potter 7.1 bei Bella zu Hause angeschaut. Am Abend ging es mal wieder Party machen auf dem Weinfest. Es war schon wieder ganz toll, aber der Tag vorher war einfach zu gut. Gelohnt hat sich es ja trotzdem. :) Es ist schon Samstag und heute ist der letzte richtige Abend vom Weinfest. Am Mittag waren wir alle zusammen auf der Expofica. Keine Ahnung, wie ich erklären kann, was das ist. Das ist ein Stadel, in dem Firmen ihr Konzept vorstellen und man kann auch Dinge kaufen. Es gibt auch einen Bereich, in dem man etwas essen kann. Dort sind wir ein bisschen geblieben, bevor wir dann nach Hause gegangen sind um uns mal wieder chic zu machen. Der letzte Abend war eindeutig der Beste. Es ging alles viel zu schnell vorbei. Trotzdem war‘s genial!! 

Fünfte Nachricht aus Brasilien :)

Montag, 27.06.2011

!!!AB JETZT SCHREIBE ICH NUR NOCH, WENN ETWAS BESONDERES PASSIERT!!!

!!!BILDER NUR NOCH BEI PICASA (SIEHE MAIL)!!!

 

In den Tagen nach meiner Rückkehr von der Amazonasreise habe ich Allen erzählt, wie es war, was ich gemacht habe. Die Meisten, denen ich etwas erzählt habe, waren selbst noch nicht dort.

Am Freitagabend habe ich meinen Freunden und meiner Familie die Bilder gezeigt und erzählt. Danach haben wir alle zusammen noch mit meiner Schwester, die für ein halbes Jahr in Deutschland ist, geskypet.

Den Samstag habe ich mit meinen Eltern in Amerikana verbracht. Dort wohnt die Verwandtschaft von meiner Mama. Die Tante von meiner Mama ist im Krankenhaus. Die haben wir dort besucht.

Zum Mittagessen waren wir am Sonntag bei Bekannten von der Bank. Diese wohnen auf einem Berg im Niemandsland. Von dort aus sind wir auf die Spitze von einem Berg gegangen. Echt schön dort, aber bis wir dort angekommen waren, war schon bisschen die Puste draußen.

Es ist Donnerstag und Geografie war wirklich witzig. Mein Lehrer, Marcos, hat von Jedem Sachen weggenommen, unter Anderem auch die Handschuhe von Phellipe. Da Marcos gern in Gesichtern von Anderen rumtatscht hat er das auch heute wieder gemacht. Bei Kariane war dann aber die Zahnspange im Weg und Marcos hat sich mit dem Handschuh eingehängt. Ja, dass war ein Spaß! :D

Am Freitag nach der Schule war ich Eis essen mit zwei Freunden. Danach habe ich mit ihnen noch einen Film angeschaut. Am Abend bin ich gemeinsam mit der Familie von Bárbara nach Pocos gegangen ins Shoppingcenter.

Schon wieder ist Samstag. Dieser Samstag haben wir bei Oma „festa Junina“  gefeiert. Das ist das Fest von drei Heiligen. Den ganzen Mittag haben wir geschmückt. Am Abend kamen dann Freunde und Bekannte. Es gab einen Art Gottesdienst und danach leckeres Essen.

Am Sonntag haben wir Alles aufgeräumt vom Vortag. Der restliche Tag war ein Gammelsonntag. :)

Am Dienstagnachmittag habe ich mit ein paar Freunden ein Theaterstück für Literatur gemacht. Das war total cool, weil wir bevor wir richtig angefangen haben mit Deutschland geskypet haben. Nicht normal geskypet, sondern im Auto mitgefahren und die Landschaft angeschaut. UND Heldenfingen wurde auch gezeigt mit meinem Haus. Meine Freunde waren total begeistert und ich war überglücklich.  DANKE SVEN!!

Sonst war die restliche Woche, wie jede andere gewöhnliche Woche auch.

Meinen Freitagabend wollte ich eigentlich mit meinen Freunden in einer neuen Bar verbringen, aber die war leider total überfüllt. Dann sind wir ein bisschen im Park gewesen und haben da unsere Zeit vertrieben.

Am Samstag war ich mit meiner Mama und meiner Schwester in Pocos im Kino. Dort haben wir Kung Fu Panda 2 angeschaut. Was für ein unglaublich süßer Film das ist! :) Den Rest vom Wochenende haben wir bei Oma verbracht.

Auch diese Woche war wieder eine ganz normale Woche. Das Wochenende kann man als Bárbara- Wochenende bezeichnen. Dort habe ich ungefähr meine ganze Zeit verbracht. Am Freitagabend sind meine Eltern auf ein Konzert gegangen. Deswegen war ich bei Bá. Dort haben wir Filme geschaut und dann sind wir schlafen gegangen. Am nächsten Tag haben wir zusammen Geburtstagsgeschenke für unsere Väter gemacht. Wir haben zwei kleine Holzschächtelchen genommen und Diese bemalt. Das war total cool. Schon lange nicht mehr so kreativ gewesen. Später hat mich mein Papa abgeholt und wir sind zu Oma, um einen Kaffee zu trinken. Am Abend waren wir zu Hause. Die Nacht habe ich zu Hause verbracht und am nächsten Morgen sind wir zur Weinprobe gefahren. Während uns erklärt wurde wie Wein gemacht wird, hat Bá angerufen, ob ich fertig wäre. Heute wurde der Geburtstag von ihrem Papa gefeiert. Meine Eltern haben mich zu ihr gebracht und dann bin ich mit ihrer Familie zu einer kleinen Hütte mitten in der Pampa gefahren. Dort wurde gefeiert. Wir „Kinder“ waren Fischen in einem kleinen Tümpel. So hatte ich mein Wochenende verbracht.

Montag und Dienstag hatte ich normal Schule. Am Mittwochmorgen war Test, da am Donnerstag Feiertag war. Ich liebe es, Mittwochmorgen Test zu schreiben, da man nach Hause gehen kann, wenn man fertig ist. Um halb Zehn war ich dann Zuhause. Nach dem Mittagessen bin ich mit meiner Familie ans Meer gefahren. Unsere Oma war auch dabei. Da heute der Geburtstag von meinem Papa war, durfte er das Restaurant aussuchen. Dort hat er dann eine Überraschungsgeburtstagstorte bekommen. Am Donnerstag waren wir den ganzen Tag unterwegs und haben Strände angeschaut. Leider war es zu kalt zum Baden. Brasilien ist wirklich ein wunderschönes Land!! Den kompletten Freitag haben wir am Strand verbracht. Es war heiß und wir konnten Baden gehen. Es ist Winter hier in Brasilien und ich war im Atlantik baden.  Am Samstag waren wir zu Besuch bei Papas Cousine. Dort waren wir den ganzen Tag. Am Sonntagmorgen war ich mit meiner Schwester nochmal Baden, bevor wir zurückgefahren sind. Auf dem Rückweg haben wir Halt in Aparecida gemacht. Dort steht die größte Basilika nach der in Rom. Die ist wirklich riesig. Ich  bin reingekommen und hatte Gänsehaut. Danach sind wir zurückgefahren. Um 20 Uhr sind wir zu Hause angekommen.

Den Montag habe ich auch nur 1 ½ Stunden in der Schule verbracht, da mal wieder Test war.

Vierte Nachricht aus Brasilien :)

Sonntag, 12.06.2011

Jetzt habe ich jeden Morgen eine Beschäftigung, wenn ich gar nichts im Unterricht verstehe. Ich schreibe meine Zettel in mein Buch ab. Eigentlich ist das ja total sinnlos, aber es ist besser, als nichts zu verstehen und teilweise kurz vor dem Einschlafen zu sein, wenn keiner irgendeinen Scheiß macht. Im Großen und Ganzen passe ich ja schon im Unterricht auf. :) An einer Sache hat sich noch nichts geändert. Jeden Donnerstag schreibe ich brav meinen Test. Diese Mal hat es mir besonders viel Spaß gemacht. Das lag wohl daran, dass ich in drei Fächern die Lösungen hatte. :D Also ein bisschen lachhaft ist es ja schon, dass ich Tests schreibe, wenn ich die Lösungen bekomme. Ziemlich schnell war ich fertig und bin in Richtung Bank gelaufen. Dort habe ich versucht, die ganze Geschichte zu erklären. Ich weiß nicht, ob meine Erklärungsversuche wirklich so schlecht waren, oder ob die Arbeitskollegen von Margarete sich doof angestellt haben. Gut, dass einer in England studiert hat. Dem habe ich es dann auf Englisch erklärt. Das hat aber auch eine ganze Weile gedauert…Da bin ich mir auch ganz sicher, dass ich es gut erklärt habe. :) Als es dann alle verstanden haben, hatten alle etwas zu lachen. Ein toller Donnerstag ging vorbei.

Das war mein dreiundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Langsam kommt es mir so vor, wie wenn Schule hier wirklich nur aus Tests schreiben besteht. Heute ist der Unterricht ausgefallen, nur um „simulado“ zu schreiben. Das ist ein Test, der am Ende von jedem Bimester geschrieben wird. Zu jedem Fach gab es fünf oder sechs Fragen. Alles war zum ankreuzen und hatte fünf Auswahlmöglichkeiten. Ich habe so gut wie nichts verstanden, da ich auch nichts als PDF-Dokument hatte. Ziemlich schnell habe ich die Lust verloren und habe irgendetwas angekreuzt. Dann ging es ziemlich schnell und um halb neun bin in die Bank. Die erste Frage war, ob ich wieder Lösungen bekommen habe. Leider nicht… Joao hat mich in der Bank abgeholt und mich nach Hause gebracht. Da ich am Abend für Freunde und Verwandte gekocht habe, habe ich um 11 angefangen Spätzle zu schaben. Mit kleiner Essenspause war ich über drei Stunden nur mit Schaben beschäftigt. 3 kg Mehl…24 Eier…genug Wasser…Salz! In solchen Mengen habe ich noch nie alleine gekocht. Die liebe Rita hat mir zum  Glück ein bisschen geholfen. Leider erst, als ich schon fast fertig war :) Ich war bis abends um 9 in der Küche. Als kleinen Snack voraus gab ich Tomaten-Mozzarella-Brot. Als Hauptgericht gab es Kässpätzle mit leider zu wenig Käse und als Nachtisch hätte es Arme Ritter mit Obstsalat und Zimt und Zucker geben sollen. Warum es das nicht gab, schreibe ich gleich. Um kurz nach halb 8 kamen die ersten Leute aus meiner Klasse. Aus meiner Klasse waren auch nur Drei eingeladen und Kariane konnte nicht. Immer mehr Leute sind gekommen und wir haben zusammen Bilder von Brasília angeschaut. Alle waren begeistert, weil die Meisten Brasília noch nicht gesehen haben. Brasilien ist einfach zu groß. Als alle 20 Leute da waren haben wir angefangen zu essen. Es hat ALLEN geschmeckt!! Wie froh ich war. Ich hätte wollen nicht den ganzen Tag umsonst in der Küche gestanden haben. Erleichterung pur!!! Es sind zwar extrem viele Kässpätzle übrig geblieben, aber es hat wirklich allen geschmeckt. Um halb 2 bin ich dann endlich ins Bett gekommen. Total fertig gewesen, aber es war wirklich toll.

Das war mein vierundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

So startete ein gemütlicher Samstagmorgen. Ein bisschen mit meiner Familie in Deutschland geskypet und vom vergangenen Abend erzählt und so noch ein bisschen geredet und dann gab es schon Mittagessen. Nach dem Mittagessen ist Margarete plötzlich aufgefallen, dass sie vergessen hatte, dass Garagentor zuzumachen. Wo war Kiko, unser Hund??? Nirgends im Haus war er aufzufinden. Joao, Bruna und ich sind mit dem Auto losgefahren, um nach ihm zu suchen. Die Straße 50 Meter nach unten sind uns Leute begegnet. Die haben wir gefragt, ob sie einen Hund gesehen haben. Und sie haben nur gefragt, ob es ein weißer Pudel wäre. Das war Kiko. Von dort ein kleines Stück lag Kiko unter einem Baum. Nicht mehr weiß, sondern alles rot voller Blut und in den Wunden waren Blätter…Das war gar kein schöner Anblick. Total viele Leute sind darum gestanden. Bruna und ich sind zurück zum Haus gerannt und haben Margarete geholt und dann sind wir zur Tante und haben denen Bescheid gesagt. Bruna war komplett am Ende… Joao und Margarete sind mit Kiko zum Tierarzt gefahren mit jemand anderem. Auf dem Weg dorthin ist Kiko gestorben… Als Joao und Margarete zurückgekommen sind waren Bruna und ich bei unserer Tante. Wir haben das Auto gehört und sind nach draußen gerannt. Dort hat Margarete gesagt, dass Kiko gestorben ist. Alle zusammen haben wir geweint…wieso Kiko??? Joao und Margarete haben ihn beerdigt ein bisschen außerhalb von Andradas. Von da an war der Samstag gelaufen… Niemand mehr, der mich nach der Schule begrüßt, der mittags bei mir im Zimmer war, der bei jedem vorbeifahrenden Auto bellt,…Kiko einfach! Damit müssen wir wohl jetzt alle klar kommen. Gegen Abend sind wir Frauen noch zu einer Freundin, um uns abzulenken. Danach noch bei Rita und Erika vorbei und Kässpätzle abgeliefert. Der schreckliche Samstag ging vorbei.

Das war mein fünfundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Wie jeden Sonntag sind wir auch heute wieder zur Oma gegangen, aber heute war alles ein bisschen anders. JEDER hat angefangen zu weinen, als wir das mit Kiko erzählt haben…Das wird auch noch ein bisschen Zeit brauchen, bis alles wieder normal ist, denke ich. Am Mittag waren wir alle zusammen noch auf dem höchsten Berg der Umgebung und haben die Aussicht genossen. Morgen ist mein Geburtstag. Mal gespannt, wie es ist, in Brasilien Geburtstag zu feiern.

Das war mein sechsundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Montagmorgen, der 02.05.2011 und heute ist mein Geburtstag. Leider ist heute trotzdem ein ganz normaler Schultag. Ich bin aufgestanden wie immer. In der Küche wurde ich mit ausgebreiteten Armen von meiner Mum empfangen. Die hat mir gratuliert und alles und dann habe ich mich wie jeden Morgen für die Schule gerichtet. Mein Papa hat mir dann noch gratuliert bevor wir Richtung Schule gegangen sind und Bruna ist morgens noch nicht so zurechnungsfähig. In der Schule wurde mir kräftig gratuliert und die ganze Schule wusste, dass ich Geburtstag hatte. Noch nicht so lange hier und alle wissen es. In Deutschland ist es ein bisschen anders. :) War ganz witzig in der Schule, aber am Mittag war ich leider zu Hause. Bevor meine Mum mit mir nach Hause gefahren ist sind wir Schuhe kaufen gegangen. Das war mein Geburtstagsgeschenk. Die wurden dann eingepackt und auf Brunas Bett gelegt, dass sie mir ein Geschenk geben kann. Wir haben noch ein Paar Schuhe gekauft, nicht für mich, und die musste ich in meinem Schrank deponieren. Als Bruna mir die Schuhe gegeben hat, hab ich sie ausgepackt und es waren natürlich die, die nicht für mich waren. Und so doof, wie ich bin, habe ich dann gleich gesagt, dass die nicht für mich sind, bevor ich mich bedankt habe und dann war Bruna eingeschnappt. Sie konnte das ja nicht wissen. Dann habe ich eben zwei Paare Schuhe geschenkt bekommen. Alle meine Freunde hatten am Mittag einen Test oder haben für einen anderen Test am nächsten Tag gelernt, deswegen war ich zu Hause. Ich musste nicht schreiben, weil mein Geburtstag war. :) Deutschland hat ja kräftig an mich gedacht. Dann hatte ich am Mittag trotzdem kräftig Unterhaltung. Meine Tante und so ist auch noch vorbeigekommen.  Am Abend sind wir, also mein Papa, meine Mama, meine Cousine Helena und ich zum Tanzkurs ins Fitnessstudio gegangen. Jippi, jetzt lern ich Forró, Bolero und Samba. Leider hat meine Cousine eine total gelangweilte Einstellung und hat gar keine Lust. Leider muss sie von ihren Eltern aus machen.  Nach dem Tanzkurs bin ich müde ins Bett gegangen. Meinen 16. Geburtstag habe ich in Brasilien verbracht!

Das war mein siebenundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Nichts Besonderes ist in der Schule passiert. Ich mag Dienstag nicht. Da hab ich Soziologie und Philosophie…Die zwei Fächer interessieren mich einfach nicht. :D Am Mittag bin ich leider nicht mehr drum rumgekommen in die Schule gehen zum Test schreiben. Es gibt jetzt jeden Tag drei Fächer, die geschrieben werden über den Stoff vom ersten Bimester. Mit den Tests kann man Noten aufbessern. Ich bin in die Schule gekommen und wurde gefragt, wieso ich in der Schule bin. Ich müsste den Test doch gar nicht schreiben. Dann bin ich eben 30 Minuten später wieder nach Hause gegangen. Zu Hause habe ich wieder viiiiel mit Rita geredet. Den restlichen Tag war ich Zuhause.

Das war mein achtundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

In der Schule habe ich heute wieder einen super Test zurückbekommen. Wenn ich in Deutschland nur auch so gut wäre in der Schule. Ich lerne hier NICHTS und bin so gut, obwohl ich die Hälfte von den Tests nicht verstehe. Ich weiß nicht, ob ich es schon mal geschrieben habe, aber hier gibt es bei den Tests immer eine Bonusaufgabe. Das heißt, man kann eine Aufgabe komplett falsch haben und hatte immer noch eine 4, die beste Note. Schönes Schulleben hier :) Am Mittag bin ich zu Bárbara nach Hause gegangen. Dort habe ich mit ihr und Kahlil das allererste Mal auf einen Test gelernt. Ja, wir hatten Spaß. Was mich ja richtig geschockt hat war, dass alle beide nicht in der Lage waren, selber eine Pizza in den Backofen zu schieben. Letztendlich habe ich das dann gemacht. :) Ach und ein Freund von Bárbaras Bruder war fest davon überzeugt, dass ich Spanierin bin. Warum auch nicht? Um sechs Uhr wurde ich dann abgeholt und bin nach Hause gegangen. Nach einem gemütlichen Abend bei meiner Tante nebenan bin ich ins Bett.

Das war mein neunundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist schon wieder Donnerstag. Schule war ganz normal und am Mittag war wieder Test. Ja, es hat geholfen zu lernen. Ich sehe es trotzdem noch nicht für nötig zu lernen. Der Aufwand lohnt sich nicht so ganz für mich. Tut mir wirklich Leid, meine Einstellung ist sehr gegen Lernen. Vielleicht ändert sich das ja alles, wenn ich in der Schule alles verstehe und ich Test nicht mehr mit Computer schreiben darf. Lassen wir uns überraschen. :) Nach dem Test bin ich nach Hause gegangen. Dort kurz umgezogen und dann sind wir wieder ins Tanzen gegangen. Helena war wieder dabei mit der gleichen Einstellung wie letztes Mal. Jaaa, dass macht Spaß, so zu tanzen! -.- Bald ist sie bestimmt nicht mehr dabei. Ich weiß, ich bin gemein, aber ich will Tanzen lernen und Spaß haben und dass ist nicht so wirklich möglich.

Das war mein siebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Juhuuuu…es  ist Freitag. Endlich wieder Wochenende. Der Freitag in der Schule ging sehr schnell vorbei. Ich musste noch allen Leuten sagen, dass am Samstagabend meine Geburtstagsfeier bei meiner Oma sein würde. Eigentlich war geplant, dass es an meinem Geburtstag Seifenfußball gibt, aber das war leider überall ausgebucht. Jetzt gibt es eben eine Tanzfläche und Brigadeiro :) Den Mittag habe ich in der Stadt verbracht mit ein paar Freunden. Wir waren Eis essen und haben viel geredet. Wir hatten viel Spaß. Am Abend bin ich zu Hause geblieben, damit ich am Samstag auch fit bin für Party.

Das war mein einundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Ein ganz normaler Samstagmorgen hat begonnen. Zum Mittagessen sind wir zur Oma und da sind wir dann auch geblieben. Bruna und meine Mum sind noch Klamotten einkaufen gegangen. Vorbereitet für den Abend wurde am Mittag noch nichts. Da dachte ich mir nur, dass es gegen Abend stressig wird. So war es dann auch. Um 17 Uhr haben wir endlich angefangen Tische aufzustellen. Nur als kleine Zwischeninfo, um 20 Uhr kommen die Leute. Gegen halb sechs sind dann zwei Männer gekommen, die die Deko gemacht haben. Es war so umglaublich schön! :) Eine Stunde später, um halb sieben, sind wir nach Hause gegangen zum Duschen und Richten. Bruna hatte es natürlich nicht eilig, wollte aber unbedingt zuerst Duschen. Letztendlich hatte ich 35 Minuten für ALLES! Das ist viel zu wenig Zeit!! Mehr oder weniger habe ich mir dann zum Schluss gefallen. Und dann sind wir wieder zurück zu Oma. Dort waren schon zwei Leute da. Magali und ihr Mann. Magali hat für mich den Kuchen gebacken. So einen Kuchen hab ich noch NIE bekommen. Aber ich bin auch nur einmal an meinem 16. Geburtstag hier in Brasilien. :) Und dann sind so langsam die ganzen Leute gekommen. Meine Freunde…meine Verwandtschaft…die Leute aus der Bank…Alle waren se da :) Ganz viele tolle Geschenke habe ich bekommen. Den ganzen Abend wurde getanzt und ich hatte superviel Spaß und die Anderen, glaube ich, auch. Mir wurde ein Ständchen gesungen und ich habe den Kuchen angeschnitten. So eine leckere Torte. Die war noch besser, als sie aussieht. :) Um kurz nach Mitternacht sind dann alle nach Hause, weil es ziemlich kühl geworden ist. Es war alles Draußen. Dem kleineren Kreis meiner Familie habe ich noch alle Geschenke gezeigt. Bis ich dann Zuhause im Bett war, war es halb 3.

Das war mein zweiundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute haben wir alle ein bisschen länger geschlafen und sind dann zur anderen Oma. Dort gab es Mittagessen, da heute Muttertag war. Dort waren alle meine Tanten von meiner Mum ihrer Seite da. Direkt nach dem Essen sind wir zur anderen Oma. Auch hier waren einige Leute. Ich habe ein bisschen in der Hängematte geschlafen, weil ich doch noch müde war. Am Mittag sind wir nach Hause und alle haben geschlafen außer ich. Ich war mal wieder mit meinem Laptop beschäftigt. :)

Das war mein dreiundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute ist mal wieder Montag…noch fünf Tage Schule und danach habe ich Ferien. AMAZONAS, ICH KOMME! Der Montag war wieder ein ganz normaler Schultag. Am Mittag hatten wieder einige Test und ich war zu Hause. Mit Rita habe ich heut wieder sehr viel geredet. Sie hat mir einiges über Amazonas und die Leute dort erklärt. Das war toll. :) Am Abend war wieder Tanzen. Heute war Helena das erste Mal nicht dabei. Ja, das war toll!

Das war mein vierundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Noch vier Tage Schule! Jetzt darf ich mir jeden Tag anhören von Bárbara, dass ich doch bitte dableiben soll und sie nicht allein lassen soll. Eigentlich ist das ja schon toll. :) Heute haben wir in Philosophie Matrix angeschaut. Was für ein abartig bescheuerter Film. Naja…besser als 90 Minuten am Stück abschreiben. Am Mittag hatte ich wieder Portugiesischunterricht. Wir haben angefangen ein Buch von meinem Portugiesischlehrer aus der Schule zu übersetzen. Das war ein ziemlich altes Buch und ziemlich viele Wörter gab es nicht in meinem Wörterbuch. Wie soll ich so etwas bitte verstehen?? Paulinho eben… Danach war ich ziemlich müde und habe nichts mehr gemacht.

Das war mein fünfundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Noch drei Tage Schule! Irgendwie ist jeder Schultag gleich. Die Pausen sind witzig…der Unterricht hier meistens auch, aber es ist eben Schule. Auch heute hatte ich am Mittag Portugiesischunterricht. Zwei Tage hintereinander ist mir zu viel. Auch die 3 Stunden habe ich heute überstanden.  Sonst war heute nichts Besonderes, glaube ich.

Das war mein sechsundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Noch zwei Tage Schule! Meine Vorfreude auf Amazonas steigt immer mehr. Heute habe ich in der Schule im Sekretariat gesagt, dass ich die nächste Woche nicht da sein werde und die einzige Sorge dort war, dass ich ja dann de Test nachschreiben muss. Das fand ich schon zum Lachen. Schule besteht hier nur aus Tests. Das liegt wohl daran, dass ich auf einer Privatschule bin. Am Mittag war ich wieder in der Schule und habe Test geschrieben. Dieses Mal wusste ich so wenig wie noch nie. Die Fächer waren nicht so toll, die geprüft wurden. :) Am Abend war wieder Tanzkurs und heute dachte der Tanzlehrer, ich verstehe gar nichts und er dachte immer, dass ich es richtig schwer finde. So war es aber gar nicht. Naja…dann musste ich es eben zwangsweise schwierig finden. :D

Das war mein siebenundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Noch ein Tag Schule! Heute Nacht ging es schon los. Der Freitag ging schnell vorbei und daheim habe ich meinen Rucksack gepackt. Gar nicht so einfach! Am Abend bin ich noch zu Kahlil nach Hause gegangen, da sein Geburtstag diese Woche war und er noch ein bisschen gefeiert hat. Kauan und ich sind zusammen hingegangen und am Anfang war noch Religionsunterricht, weil die Familie von Kahlil die Konfession wechselt. Katholisch zu Evangelisch. Warum konnte mir keiner wirklich erklären. Der Pastor war leider nicht so spannend. Danach sind noch viele andere Leute gekommen und wir hatten viel Spaß. Die Leute in Brasilien sind ziemlich hinterfotzig. Das haben sie wieder bewiesen. Bilder in Orkut wurden ziemlich unfreundlich bewertet. Und nein, ich habe nicht mitgemacht. Ich habe Musik ausgesucht und gesagt, sie sollen es lassen. Da drauf haben sie erst gehört, als ich ein Bild von ihnen gezeigt habe von meinem Geburtstag auf dem keiner so gut aussieht. :D Und dann bin ich mit Kauan nach Hause gegangen, da ich ja um 4 Uhr schon wieder gehen muss. AMAZONAS!!! Bárbara lasse ich wirklich nicht gerne hier. Die hätte gerne mitgehen dürfen.

Das war mein achtundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

!!AMAZONASBILDER NUR BEI PICASA (SIEHE MAIL)!!

 

Um 03.30 Uhr in der Früh wurde ich von meiner Mum geweckt. Auf geht’s in das große Abenteuer Amazonas! Bruna hat in der Nacht bei Oma geschlafen und ich konnte ihr gar nicht Tschüss sagen. Nach neun Tagen habe ich meine Kleine ja wieder zurück. :) Um 06.20 Uhr war Boarding Time und da bin ich immer noch im öffentlichen Bereich gesessen. Meine Mum wollte mich einfach nicht gehen lassen. Um 06.30 Uhr bin ich dann endlich durch den Zollbereich. Tschüss sagen mag ich einfach nicht und es war ein komisches Gefühl am Flughafen Tschüss zu sagen. Ich dachte kurz einen Augenblick, dass ich zurück nach Deutschland gehen würde. Das war gar keine schöne Vorstellung. Nicht, weil Deutschland so grausam ist, sondern weil ich meine Familie hier nicht zurücklassen möchte. Nicht jetzt und ich glaube auch nicht im Januar, aber naja…dieses Thema ist schwierig!! Seeehr schwierig…Auf jeden Fall war ich dann bei den Gates und meins war direkt vor mir. Die meisten Leute sind schon ins Flugzeug eingestiegen. Ich war ziemlich spät dran. Ein Mädchen vor mir hat ihr Ticket gezeigt und den Reisepass. Der Reisepass war aus Deutschland. Ich schau das Mädchen an und es war Kathi. Die, die mit mir hierher nach Brasilien geflogen ist. Ich wusste nichts davon, dass sie auch mitkommt. Das fand ich ziemlich witzig. Bei ihr war noch ein anderes Mädchen, auch aus Deutschland, dabei. Im Flugzeug saßen wir leider nicht zusammen, aber das war nicht so schlimm. Ich hatte genug Unterhaltung während meinem Flug. Ein Professor von einer Uni saß neben mir. Der hat mir einiges über das Amazonasgebiet erklärt und über andere schöne Orte in Brasilien. Er hat mir auch erzählt, was er schon alles gesehen hat in Brasilien und vom Rest der Welt und das war ziemlich viel. Einmal mit dem Auto durch komplett Brasilien und dann Mexico hoch. Ich dachte mir nur immer, dass er zu viel Geld hat. :) So ging mein Flug ziemlich schnell vorbei. Gelandet bin ich dann in Brasília. Das war ziemlich cool, die Stadt von oben zu sehen. Da habe ich so viel wiedererkannt. :) In Brasília hatten wir dann drei Stunden Aufenthalt, aber die Zeit ging sehr schnell vorbei. Ein bisschen gefrühstückt und dann haben wir andere Austauschschüler getroffen. Fast alle zusammen sind wir dann weitergeflogen nach Manaus. Ein paar von uns sind erst einen Flug später geflogen. Am Flughafen in Manaus wurden wir von Betreuern von Belo Tours, der Organisation, begrüßt. Gemeinsam haben wir noch auf andere Austauschschüler gewartet. Bei einer Gruppe, die angekommen ist, war auch Flo dabei. Der ist mit mir auch hierher nach Brasilien geflogen. So trifft man Leute wieder. :) Dann sind wir mit einem Bus zu unserem 5-Sterne-Hotel gebracht worden, wo wir die nächste Nacht verbracht haben. Das Hotel war so riesig, dass man sich immer alles zwei Mal überlegt hat, ob man wirklich ins Zimmer gehen muss. Dann sind wir alle zusammen im Pool baden gegangen. Dabei wurde man mit den ersten Leuten bekannt. Ein bisschen später ist noch ein voller Bus von unserer Gruppe angekommen. Letztendlich waren wir 56 Austauschschüler aus 13 Ländern und 23 davon aus Deutschland. Am Abend sind wir zum „Festa do Boi Bumbá“. Das war toll dort. Ein bisschen ähnelt es dem Karneval hier in Brasilien. Viel Spaß gehabt, aber danach waren wir alle total müde. Während den 15 Minuten im Bus zum Hotel haben eigentlich alle geschlafen. Der Flug vom Morgen hat schon Müdigkeit hinterlassen. Dann wurde die Nacht im 5-Sterne-Hotel verbracht. Willkommen Amazonas!

Das war mein neunundsiebzigster Tag hier in Brasilien…

 

Um neun Uhr mussten wir auschecken, da unser Bus schon um 10 abgefahren ist. Wir konnten wählen, ob wir zuerst auschecken und dann frühstücken, oder erst frühstücken und dann auschecken wollten. Um halb 10 hat es auch endlich unser Zimmer zur Rezeption geschafft (noch nicht gefrühstückt). Ein Schlüssel fehlte. Da an der Rezeption so viel los war sind wir zuerst frühstücken gegangen. Um 10 vor 10 sind wir auschecken gegangen. Um 10.15 Uhr waren wir fertig. Warum ich so viele Zeiten schreibe? Ganz einfach…der Bus ist schon losgefahren. Gut, dass es Zwei waren und der Zweite Probleme hatte anzufahren. Glück gehabt…Danach gab es eine kleine Stadtrundfahrt. Manaus ist so eine hässliche Stadt. Dort gefällt es mir gar nicht. Das einzige Schöne in der Stadt ist das Theater. Leider waren wir da nur schnell zum Foto machen und dann sind wir weitergefahren zu einem Shoppingcenter und Supermarkt. Zum Essen waren wir im Subway und ich konnte mal wieder mit Flo reden. Das war wirklich cool, weil wir uns beide verändert haben. Wie unterschiedlich unsere Leben hier in Brasilien sind. Danach sind wir zwei Stunden mit dem Bus zum „Presidente Figueiredo“  gefahren. Dort waren wir die nächste Nacht. Um dorthin zu kommen fährt man auf einer Straße, die nur von morgens um 9 bis abends um 6 Uhr geöffnet ist. Danach wird sie verschlossen, um den Regenwald zu schützen. Finde ich eine coole Sache. Die Busfahrt bin ich neben Julia gesessen. Auch ein Mädchen aus Deutschland. Als wir dort angekommen sind wurden wir in unsere Bungalows aufgeteilt. Ich war mit Kathi aus Deutschland, Einer aus Norwegen und Einer aus USA zusammen. Es gab noch kurz Kuchen und dann sind wir mit Guides in den Regenwald gegangen. Am Anfang war es noch ziemlich hell, aber um 18 Uhr war es komplett dunkel. Was für eine Tour…durch Wasser, dass bis zu den Knien ging…den Berg nach unten mit vielen Wurzeln, an denen man hängen geblieben ist…keine Möglichkeit sich an den Bäumen festzuhalten, da viele Bäume riesige Stachel hatten und man nicht sehen konnte, welcher Baum Stacheln hatte und welcher nicht…und das alles mit Taschenlampe. Eigentlich könnte man sich jetzt denken, dass wir dort sehr viele Tiere gesehen haben, aber das haben wir nicht. In einer Höhle bei einem kleinen, aber sehr hohen Wasserfall haben wir Fledermäuse gesehen. Und bei einem größeren Wasserfall, bei dem wir gebadet haben, haben wir „uma pequena jacaré“ (ein kleines Krokodil) gesehen. Total süß! :) Nach dem Baden sind wir wieder zurückgefahren. Dort haben erst alle geduscht und dann gab es Abendessen. Jedes Bungalow hatte leider nur eine Dusche, deswegen hat die Hälfte unter der Dusche bei den Pools geduscht. Schaumparty bis uns der Besitzer nicht mehr gelassen hat. Das Abendessen war wirklich gut. Danach hat eine Jugendgruppe uns Indianertänze gezeigt und uns dann auch beigebracht. Coole Sache gewesen. Extrem müde sind wir dann alle schlafen gegangen.

Das war mein achtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Am nächsten Morgen haben wir gemütlich gefrühstückt, haben unsere Sachen zusammengepackt und sind zu einem Wasserfall gelaufen. Dort war es so schön! Es gab ein Steg, von dem man ins Wasser springen konnte. Es gab aber ziemlich starke Strömung, deshalb musste man schauen, dass man ziemlich schnell aus dem Wasser kommt. Nach einer Weile sind wir zurückgelaufen zu unseren Bungalows und sind dann mit unseren zwei Bussen zurück nach Manaus gefahren zu unserem Hotel, in dem wir die erste Nacht waren. Dort gibt es eine Anlegestelle für Schiffe. Unsere drei  Schiffe warteten schon auf uns. Von da an ging die Reise nur noch mit den Schiffen weiter. Eines davon war nur zum Essen und die anderen Beiden waren für den Rest. Abenteuer Amazonas startete da erst richtig. Endlich ging es los. Fünf Stunden haben wir auf dem Schiff verbracht um die Wasserteilung anzuschauen. Rio Negro (schwarzer Fluss) und Solimoes fließen dort zusammen zum Amazonas. Warum sich das Wasser nicht vermischt? Die Dichte des Wassers ist unterschiedlich, die Temperatur ist unterschiedlich und die Bestandteile sind unterschiedlich. Ziemlich interessant anzuschauen. Als jeder fertig war mit Bildern machen, sind wir wieder zurückgefahren in Richtung Manaus. Wir haben angelegt und sind mit kleineren Schnellbooten ans Ufer gefahren. Dort haben wir einen kleinen Alligator gesehen (schätzungsweise 1,50 m) und wunderschöne „Vitória régia“. Das sind Wasserrosen und die sind wirklich schön. :) Danach wurden noch schnell Gruppenbilder gemacht. Es war schon dunkel. Mit den Schnellbooten sind wir in den Sumpf gefahren. Dort hat unser Betreuer, Enilson oder auch Giftzwerg :D, einen Alligator aus dem Sumpf geholt. So ein Spinner dieser Mann. Jeder durfte den Alligatoren halten und Bilder machen. Während jeder Bilder gemacht hat, hat er noch einen bisschen größeren Alligator aufs Boot geholt. Was ich mir gedacht habe, als ich den Alligatoren in der Hand hatte? „Unglaublich, ich bin aufm Rio Negro und habe ein Alligator in der Hand? Wann werde ich das nächste Mal diese Chance haben?“ Danach sind wir zurück zum Schiff und haben gegessen. Zum Essen sind die Boote immer ganz eng zusammengefahren und dann hat man das Boot gewechselt. Es gab immer richtig viel Auswahl zum essen und so viele Früchte. Wirklich gutes Essen gewesen. Nach dem Essen hatten wir Freizeit und um Mitternacht hat das Boot den Motor ausgeschaltet, also gab es kein Licht mehr und alle gingen Schlafen in unseren HÄNGEMATTEN.

Das war mein einundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Die erste Nacht in der Hängematte vorbei und es war nicht einmal so unbequem. Mein Lieblingsschlafplatz wird es nicht, aber zu dieser Reise passt es und Jeder muss so schlafen. Nach dem Frühstück sind wir zu Indianern gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir Papageien und einen Affen gesehen. Leider nur von Weitem. Als wir bei den Indianern angekommen sind (bekleidete Indianer) hat uns der Häuptling erklärt, wie man Parfüm und Medizin herstellt. Das Parfüm hat wirklich gut gerochen. :) Die Apotheke ist in einem Haus, oder eher einer Hütte aus Holz. Von dort aus gingen wir weiter in die Hütte, in der die vier Familien, die hier zusammen leben, essen. Kinder haben für uns gesungen und die Eltern haben uns Rituale erklärt. Ein Ritual fand ich wirklich schlimm. Die Jungen müssen, um zu beweisen, dass sie Männer sind, ihre Hand in ein Netz stecken, in dem „fumigas“ (Rießenameisen)  sind. Ein Junge, der 10 Jahre alt ist, musste das schon machen. Danach haben wir die Schulhütte angeschaut. Die Schule ist aber nur für die Kleinen. Die Großen werden von einem Boot abgeholt und werden zum nächsten größeren Dorf gefahren. In das Dorf sind wir später auch noch gegangen. Vorher aber konnten wir noch Souvenirs kaufen und uns ein Tattoo machen lassen. Das Tattoo ist aus einer Frucht und sie haben gesagt, es hält 15 Tage. Der Betreuer vom anderen Boot und zwei kleine Mädels von den Indianern haben uns noch Indianernamen gegeben. Ich habe den Namen „mae da lua“ bekommen, was so viel wie „Mutter des Mondes“ bedeutet. Auf den Namen bin ich wirklich stolz! Eine Freundin von mir, Jessi, hat den Namen Spinne bekommen und ist dann noch einmal hingegangen und dann hat sie den Namen Waldratte bekommen. Find ich nicht so schön. :D Später sind wir zu einer „Comunidade“ gefahren. Ich weiß nicht, wie man das übersetzen kann. Eigentlich ist es eine Wohngemeinschaft, ein kleines Dorf. Dort wurden wir freudig von Kindern empfangen. Es gab eine kleine Band, die für uns gesungen hat. Das Dorf war schon sehr zivilisiert im Gegensatz zu den anderen Indianern. Brasilien ohne Fußball ist unmöglich, deshalb gab es zwei Fußballspiele. Die Jungs der Gemeinschaft gegen die Austauschschülerjungs und die Mädels der Gemeinschaft gegen die Austauschschülermädels. Wie es schon vorauszusehen war haben beide Spiele die Gemeinschaft gewonnen. Aber wie es so schön heißt, dabei sein ist alles. Danach hatten wir Zeit uns umzuschauen. Am Abend gab es ein Fest für uns. Da war plötzlich die Sicherung draußen. Zu viel Strom für Diskokugeln und so. Julia und ich haben mit zwei kleinen Jungs getanzt, die wirklich süß waren. Total cooles Fest gewesen. Es hat ziemlich stark geregnet, deshalb war der ganze Weg bis zum Schiff nass. Auf dem Schiff angekommen, sind wir essen gegangen und danach jeder Duschen.

Das war mein zweiundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Auch die zweite Nacht in der Hängematte hat jeder überstanden.  An diesem Morgen waren wir beim Angeln und nein, nicht normale Fische, sondern Piranhas. Leider hat nur eine auf meinem kleinen Boot eins gefangen und das war ziemlich klein. Immerhin besser als Keines. Später sind wir zu einem Tapiokabauer gefahren. Tapioka ist eine Pflanze, Mehl, etwas zum Essen. Alles heißt nur Tapioka. Mit einem kleinen Theater haben wir gelernt wie man das Mehl aus der Pflanze herstellt. Danach haben wir Tapioka zum Essen gemacht. Ich mag den Geschmack nicht. Der Besitzer von der Tapiokafarm ist einen Baum hochgeklettert und hat Acaí heruntergeholt. Acaí kommt dir bekannt vor? Das ist das eisähnliche Zeug, das so gut schmeckt. Wir durften die Beeren von den Ästen wegmachen. Als wir damit fertig waren hat jeder eine Gesichtsbemalung bekommen. Das war total cool. Ja, wir haben uns fast zu Indianern entwickelt. :) Als wir gegangen sind haben wir uns auf den Weg zu der anderen Gemeinschaft gemacht, bei der wir am Vortag schon waren mit dem Fußballspiel und dem Fest. Dieses Mal haben wir die Häuser und die Kirche gestrichen. Ich war in der Gruppe von der Kirche. Das war gar nicht so einfach, weil die Kirche viel höher war, als die Hilfsstangen an den Rollen zum Streichen lang waren. Da es schon Nachmittag war wurden auch immer nur die Vorderseiten gestrichen. Es war alles halb fertig, aber nichts ganz. Spaß hatten wir aber alle. :) An dem Abend auf dem Boot war der Mond so schön. Das war unglaublich toll.

Das war mein dreiundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Schon wieder eine Nacht vorbei.  Wieder waren wir fünf Stunden mit dem Schiff unterwegs und dann sind wir bei einem Strand angekommen, an dem es auch einen Friedhof gab, warum auch immer. Dort waren wir mehr als den halben Tag. Als wir wieder weitergefahren sind und an unserem Schlafstandplatz angekommen sind, konnten wir noch einmal baden. Mehr haben wir heute nicht gemacht, aber das war auch mal gut, nichts zu tun. Die Reise ist schon ziemlich anstrengend. Nicht, weil wir so viel machen, sondern wegen der Hitze! Es war unglaublich heiß und das war niemand gewohnt.

Das war mein  vierundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Auch heute bin ich wieder in meiner Hängematte auf unserem Schiff aufgewacht. Unseren Morgen haben wir bei den „Rosa Delfinen“ verbracht. Das war so toll. Wir durften sie füttern und streicheln und alles, ABER wir waren die letzte Gruppe, die füttern durfte. Die aller, allerletzte Gruppe. Von da an standen die Tiere unter Naturschutz. Solche knuffigen Tiere! Am Mittag konnten wir noch einmal Baden gehen im Fluss. Ich war nicht Baden, da es mir nicht so gut ging. Nach dem Abendessen waren beide Schiffe zusammen und haben ein Theater gemacht mit Affen, Palmen und so Zeug. Vom anderen Boot so ein Vollhorst ist mir total auf meinem kleinen Zeh gehüpft, aber NUR auf meinen kleinen Zeh. Das tat so weh. Ist total dick geworden und ich konnte ihn nicht mehr bewegen. Von da an war ich nur noch mit Flipflops unterwegs. Ach, er hat’s nicht mal gemerkt, dass er auf meinen Zeh gehüpft ist und das war ein Großer, gut Gebauter. Nach dem Theater hat sich das andere Schiff auf den Weg in den Urwald gemacht zum Schlafen.

Das war mein fünfundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Den heutigen Morgen haben wir im Urwald verbracht. Dort hatten wir einen Guide, der uns ein bisschen gezeigt hat, wie man im Urwald überleben kann. Der Oberburner war sowieso, als er uns gezeigt hat, wie man Feuer machen kann. Was man dazu benötigt? Stahlwolle und ein Feuerzeug, Das hat auch jeder im Urwald, schon klar! :) Am Mittag sind wir Kanu gefahren auf dem Rio Negro. Das war nicht so witzig, weil ich im Kanu mit einem Mädchen saß, die ich nicht so mochte und naja. Ich habe dann ziemlich schnell gewechselt und sie war dann mit zwei Anderen auf dem Kanu. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, aber sie ist gekentert und die anderen Beiden nicht. Das war witzig! :D Am Abend gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang. So etwas habe ich noch nie gesehen. So nah am Äquator sieht das viel beeindruckender aus. Das war eine tolle halbe Stunde! Danach hat unser Schiff die Hängematten und Decken zusammengepackt, da wir diese Nacht im Urwald geschlafen haben. An unserem Schlafplatz angekommen haben wir unsere Hängematten aufgehängt und sind noch ein bisschen am Lagerfeuer zusammengesessen und haben uns Geschichten von Indianern erzählen lassen. Das war total cool. Alle haben schon geschlafen und ich war immer noch wach. Das waren so beeindruckende  Geräusche im Urwald bei Nacht. Das werde ich nie wieder vergessen, weil es einfach unglaublich unvorstellbar war. Dann habe auch ich geschlafen.

Das war mein sechsundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Und schon war der letzte Tag angebrochen. Geweckt wurden wir mit dem Anblick von einer Schlange. Ich habe nicht mehr dran geglaubt, dass wir noch eine Schlange zu sehen bekommen. Die war nicht so groß, aber giftig genug, um einen Menschen zu töten. Das reicht! :) Dann haben wir zusammengepackt und sind zurück zum Schiff gefahren. Dort wartete unser letztes Frühstück auf uns. Danach sind wir zusammen mit dem anderen Schiff zu einer Familie gegangen, die Häuser aus Plastikflaschen gebaut haben. Dort hat jeder Austauschschüler zwei Bäume gepflanzt. Danach sind wir in Richtung Manaus gefahren, da es heute ja wieder mit dem Flugzeug nach Hause ging. An einem verdreckten Strand haben wir angelegt und haben Indianer besucht ein letztes Mal. Danach konnten wir noch Baden und dann ging es zurück aufs Boot. Beim Essen ging es mir gar nicht gut. Genau ein Stückchen Gurke habe ich gegessen und kein bisschen mehr. Ich habe Tabletten bekommen und auf dem Weg mit dem Bus zum Flughafen dachte ich, ich würde es nicht schaffen, heil nach Hause zu kommen. An dem Abend ging es ziemlich vielen Leuten nicht gut. Am Flughafen angekommen musste ich bis nachts um Vier warten. Ich war so fertig, dass ich auf dem Boden vom Flughafen geschlafen habe. Das hätte ich im Leben nicht gedacht, dass ich das mal machen würde.

Das war mein siebenundachtzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist mitten in der Nacht und ich bin immer noch am Flughafen und mir geht’s immer noch nicht gut. Ein bisschen besser ist es immerhin geworden. Nach und nach musste man zu allen Leuten Tschüss sagen. Total schade, weil es neun unglaublich tolle Tage waren, die keiner von uns so schnell vergessen wird, oder besser gesagt, nie!  Von zwei Leuten ist’s mir besonders schwer gefallen Tschüss zu sagen. Julia und Jessi, mit denen war ich einfach ständig zusammen. ABER in Deutschland werden wir uns wiedersehen!! Endlich im Flugzeug war es fast geschafft. Um neun Uhr sind wir in Rio de Janeiro gelandet. Ich habe ganz kurz den Zuckerhut gesehen. Von dort aus sind nur noch ich und ein anderes Mädel, das beim Hinflug auch mit mir geflogen ist, zusammen gewesen. Kathi ging es auch gar nicht gut. Aber auch den zweiten Flug haben wir beide überstanden. Todmüde sind wir in Campinas angekommen. Dort haben mich mein Papa und meine Oma abgeholt. Ich war total glücklich, meine Familie wieder zu haben. Neun Tage waren schon eine Zeit. Wir sind zusammen noch schnell einkaufen gegangen und im Auto bin ich dann vor Müdigkeit eingeschlafen. Ich war zu müde zum erzählen. Zuhause angekommen war nur Rita da. Kurz Hallo gesagt und dann bin ich direkt schlafen gegangen.

Das war mein achtundachtzigster Tag hier in Brasilien…

Dritte Nachricht aus Brasilien :)

Donnerstag, 28.04.2011

Schock in der Schule…in den ersten beiden Stunden hatten wir Literatur und auf einmal ist Kariane vom Stuhl gefallen und lag bewusstlos auf dem Boden. Keiner weiß wieso, aber das war wirklich nicht schön. Tia Maria und Diogo haben sie dann nach Hause gebracht. Während dem restlichen Schultag sind nochmal Zwei aus unserer Klasse nach Hause gegangen, weil es ihnen nicht gut ging. Ich weiß nicht, was heute los ist. Am Mittag habe ich schön Hausaufgaben gemacht und endlich mal wieder mit meiner großen, kleinen Schwester geskypet. :) Am Abend haben wir Alongamente verschlafen, also waren wir alle zusammen zu Hause und haben Fern geschaut.

Das war mein dreiundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute war wieder ein ganz normaler Schultag, aber es haben immer noch drei Leute aus meiner Klasse gefehlt. Was mit Kariane ist, weiß leider niemand. Tia Maria hat gesagt, dass sie heute ins Krankenhaus gehen würde. Ich bin sehr gespannt, was da los ist. Schon wirklich krass. Nach der Schule bin ich mit Gabriel nach Hause gegangen. Ich hatte wieder Portugiesischunterricht. Wir haben ungefähr eine Stunde diskutiert, wie man einen Satz übersetzen kann: „Wir hätten viele Bücher, wenn das Haus nicht abgebrannt wäre.“ Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. :D Danach sind Bruna und ich allein zu Hause gewesen.

Das war mein vierundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Ein sehr kurzer Schultag erwartete mich heute, weil wir Test geschrieben haben. Der letzte Schultag und so diese Woche ;) Es war mal wieder ziemlich cool. Und heute habe ich fast alles selber gemacht. Mathe war supereinfach. :) Um kurz vor halb 10 bin ich zur Bank gelaufen. Joaos Arbeitskollege hat mich dort abgeholt und zur Oma gebracht. Wie die sich gefreut hat, weil ich gekommen bin…das ist einfach hammer! Um zwei Uhr hatte ich noch mehr oder weniger Unterricht. Wir, Bárbara, Vitor, Kauan, Léo und ich, haben Geschichtehausaufgaben gemacht. Dort mussten wir eine Präsentation machen über griechische Antike. Niemand hat etwas gemacht außer Léo. Der war selber Schuld, weil er sich nicht helfen gelassen hat. Mittendrin sind Bárbara und ich ins Schuhgeschäft gegangen und haben mit ihrer Mum die schönsten Schuhe ausgesucht. Wieder zurück in der Schule habe ich heute Körperteile gelernt. Eigentlich ganz sinnvoll, dass zu wissen. :) Waren drei extrem witzige Stunden in der Schule. Als ich am Mittag zu Hause war habe ich meinen Rucksack für Brasília gepackt. Wie geil ist das denn!? Ich gehe in die Hauptstadt von Brasilien. Einfach mal so vier freie Tage über Ostern. Ich bin schon total froh, dass genau DIE Familie meine Familie ist. Heute Nacht um Drei geht es endlich los. Ich freue mich total. Am Abend ist die Oma gekommen, also die Mama von Margarete, weil sie auch mitging. Um halb 10 sind wir schlafen gegangen.

Das war mein fünfundfünfzig Tag hier in Brasilien…

 

Um 4.20 Uhr ging es endlich los. Mehr als eine Stunde später als geplant, aber das ist eben typisch Brasilianisch. :) Das Auto war komplett besetzt und wenn man mal 12 ½ Stunden auf der Rückbank zu Dritt sitzt möchte man endlich da sein. Trotzdem war es eine ganz witzige Autofahrt. Leider ohne Musik, da das USB- Vebindungsteil nicht mehr funktioniert hat. Mit ein paar Pausen ist die Zeit ziemlich schnell vorbeigegangen. Kurz vor Brasília haben wir Halt bei einem Laden gemacht, bei dem man Diamantsteine kaufen konnte. Total die schönen Sachen hat es dort gehabt. Gekauft haben wir nichts. Und dann waren wir endgültig am Ziel. Hallo Hauptstadt von Brasilien. Der erste Eindruck war sofort der Hammer, weil die Stadt wunderschön ist. Auf einem Parkplatz hat unser Onkel Carlos mit Familie auf uns gewartet. Der wohnt mit seiner Frau in Brasília, die Kinder aber in Andradas. Mit ihnen werden wir die Tage unterwegs sein. Carlos hat uns zum Hotel gelotst. Was für ein wunderschönes Hotel das ist. Kurz unser Gebäck in der Wohnung abgestellt, bevor wir kurz zum Steg sind um Bilder zu machen und dann sind wir ins Zentrum gefahren. Auf dem Weg haben wir Halt beim Wohnsitz von Dilma gemacht. Total schön, aber eine rießen Distanz zwischen den Besuchern und dem Haus. Heute war der Geburtstag von Brasília und das wurde kräftig gefeiert. Diese Stadt ist 51 Jahre alt. Eigentlich kann die Stadt gar nicht hässlich sein. :) Auf einer rießigen Grünfläche im Mittelschiff der Stadt gab es eine Bühne und einen Heißluftballon in Geburtstagstortenform. Alles wurde ziemlich groß aufgezogen, aber ich fand es toll. Immerhin bin ich nicht so oft in Brasília. :) Total müde sind wir ins Hotel zum Schlafen gegangen. Es war ein sehr langer Tag.

Das war mein sechsundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Nachdem wir mehr oder weniger ausgeschlafen aufgestanden sind haben wir uns auf die Suche nach einem Frühstück begeben. Gar nicht so einfach, am Karfreitag eine Möglichkeit zum Frühstücken zu finden. Letztendlich sind wir beim Mc Donald´s gelandet. Danach sind wir zur Kathedrale von Brasília gegangen. So eine wunderschöne Kathedrale. Ein modernes Gebäude, wie alles hier in der Hauptstadt. Vor der Kathedrale sagte Margarete zu mir, dass drei Mädels deutsch sprechen würden. Wirklich…sie haben deutsch gesprochen. Dann habe ich mit ihnen geredet. Es waren drei Austauschschülerinnen aus Deutschland und sie sind mit der gleichen Organisation hier in Brasilien wie ich. Sie sind im Sommer letztes Jahr angereist. Was das für ein Zufall war. Brasilien ist ja auch nicht groß oder so. :) Nachdem eine davon gemeint hat, sie braucht unbedingt noch ein Foto haben wir das noch gemacht und dann sind Margarete zum Rest in die Kathedrale hineingegangen. Sooo schön. Danach haben wir uns mit Carlos und dem Rest getroffen und sind zusammen ins Nationalmuseum gegangen. Dort hat es angefangen, dass sich meine Hautfarbe in Rot verwandelt hat. Später sind wir zu einem „Schallbogen“ gefahren. Ich weiß nicht so genau, wie das heißt. Jedes kleine Geräusch hat man da gehört. Total cool. Lange genug dort gewesen sind wir zum Fernsehturm gefahren, um die Aussicht über Brasília zu genießen. Unterhalb vom Aussichtsturm gibt es einen Wasserpark mit wunderschönen Springbrunnen. Immer wenn die Musik zu Ende war sind die Lichter ausgegangen und das Wasser hat aufgehört. Das haben wir uns am Abend angeschaut, aber davor waren wir noch im Parlamentsgebäude und haben den Plenarsaal besichtigt. Führungen hier in Brasilien sind einfach viel chaotischer. :D Vor dem Haus, in dem Dilma arbeitet findet jeden Abend um 18 Uhr und jeden Morgen um 8 Uhr ein Fahnenwechsel statt. Total cool gewesen dort zuzuschauen, aber der Trompeter war katastrophal. Zum Abendessen gab es eine Pizza und ab ins Hotel zum Schlafen gegangen.

Das war mein siebenundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist schon wieder Samstag…diesen ganzen Tag noch hier in der schönsten Hauptstadt, die ich kenne und dann heißt es wieder einen Tag im Auto verbringen. Zum Frühstück waren wir auch heute wieder beim Mc Donald´s. Danach sind wir ins Museum von Juscelino Kubitschek (JK), dem Konstrukteur von Brasília. Der hat schon ziemlich was geleistet. :) Kurz durch ein Museum vom Indus durchgelaufen und erklärt, was ein Regenmacher ist und dann sind wir zum Catetinho gefahren. Gut, dass Dorffreizeit weiterbildet mit der Konstruktion von Regenmachern. :) Es gibt hier ein Museum mit dem Aufbau von Brasília und der Form der Stadt, dem Flugzeug. Von dort aus sieht man die riesige Brasilienflagge. Danach haben wir den Supreme Court angeschaut mit einer kurzen Führung, die ich sogar verstanden habe. Den Abend haben wir allein im Hotel verbracht, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten. Für 30 R$ haben wir Pommes gegessen. Das sind umgerechnet ungefähr 12 €. Total überteuert, aber in so einer Location bezahlt man das ausnahmsweise mal. :)

Das war mein achtundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Um 05.45 Uhr war das Auto eingeladen und wir sind zurückgefahren. Es ist nichts Besonderes passiert. Schlafen, Aussicht genießen, reden, schlafen, Aussicht genießen, reden, schlafen,… Um 18.15 Uhr sind wir in Andradas angekommen und haben ein Sandwich gegessen und Kiko abgeholt. Total am Ende sind wir schlafen gegangen.

Das war mein neunundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist wieder Montag und die freien Tage waren vorbei. Total übermüdet habe ich in der Schule von meinem superhammergenialen Wochenende in Brasília erzählt. Am Mittag wollte ich eigentlich schlafen, aber Bárbara hat mir den Film von der Literaturhausaufgabe gegeben. Als ich angefangen habe ihn anzuschauen hat mich nur leider Deutschland mehr an dem Laptop gezogen zum Berichten. Am Abend war die ganze Verwandtschaft da um Bilder anzuschauen. Viele Brasilianer waren selber noch nie in Brasília und ich bin hier für ein Jahr und darf das alles sehen. Das ist so genial! Eine bessere Familie hätte ich nicht bekommen können!! Wieder total müde bin ich schlafen gegangen.

Das war mein sechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Ein normaler Schultag ging vorbei und am Mittag habe ich den Film zu Ende geschaut. Wie jeden Dienstag hatte ich auch heute wieder Portugiesischunterricht. Dort haben wir Wörter übersetzt, da ich am Freitag für Freunde und meine Familie Kässpätzle machen werde. Ich freue mich sehr darauf, aber ich habe ein bisschen Angst, dass sie es nicht mögen. Wer soll dann so viel essen?? Und ich habe noch nie allein für 15 Leute gekocht. Ich bin sehr gespannt, wie das wird. Nach dem Unterricht habe ich mit Joao noch Bilder aus Deutschland angeschaut. Total cool…

Das war mein einundsechzigster Tag hier in Brasilien…

 

Schon wieder Mitte der Woche…wie schnell die Wochen hier vorbei gehen. Morgens in der Schule habe ich endlich mein Arbeitsmaterial für das erste Bimester bekommen. Nur blöd, dass nächste Woche die neuen Bücher ausgeteilt werden. Jetzt habe ich ein leeres Buch zu Hause und tausende Kopien, super! Trotzdem toll, das Buch zu haben. Am Mittag war ich zu Hause und habe ein bisschen für den Test gelernt. Von 20 Uhr bis 22 Uhr habe ich meine Einkaufsliste geschrieben, weil ich am Freitag für 20 Leute kochen werde. Mir sind das viel zu viele Leute und die Hälfte habe nicht ich eingeladen, aber wird bestimmt witzig. :)

Das war mein zweiundsechzigster Tag hier in Brasilien…

Zweite Nachricht aus Brasilien :)

Montag, 18.04.2011

Heute hatte ich meinen ersten Freitag in der Schule. Die ersten beiden Stunden liebe ich, weil ich da Redaktion habe und meine Lehrerin ist einfach super. Ab nächster Woche werden wir zusammen, also meine Klasse und July und natürlich ich ;) ,  einen Internetblog schreiben über mein Leben hier in Brasilien und ein bisschen in Deutschland. Und das alles in Portugiesisch und Deutsch. Das heißt, ich darf einiges übersetzen. Mal schauen, wie das wird. Die Idee finde ich auf jeden Fall super und der Rest von meiner Klasse auch. Normalerweise habe ich freitags Portugiesischunterricht, aber heute hat Erika keine Zeit. Also erst wieder am Dienstag. Nach einem richtig gechillten Freitag ging ich ins Bett.

Das war mein neunundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Um 08 Uhr hat mich meine Gastmama geweckt, weil sie, Bruna, eine Freundin, die Magali heißt, und ich nach Pocos de Caldas gefahren. Frauentag war angesagt. :) Zuerst sind wir zum Frisör gegangen. Dort haben wir richtig lange gewartet. Ich habs mir schwer überlegt, ob ich meine Haare schneiden lassen will oder nicht, aber ich habe gedacht, dass ich noch ein bisschen warte, bis ich auch sagen kann, was ich haben will. Als die andren Drei beim Frisör endlich fertig waren, war es Zeit zum Mittagessen. Wir haben in der gleichen Kantine gegessen, in der ich schon mal mit meinen Gasteltern war. Lecker war’s ;) In meinem letzten Eintrag habe ich von so einem wunderschönen Wasserfall erzählt. Dort sind wir hingefahren und die Sonne hat geschienen. Das heißt, es gab schöne Bilder. Von dort aus sind wir in die Stadt gegangen und wollten im Supermarkt einkaufen. Nur blöd, dass hier ein Regenschirm als Waffe gesehen wurde und wir deshalb draußen bleiben mussten. Also manchmal verstehe ich die Leute hier nicht. :D Bevor wir uns wieder auf den Rückweg nach Andradas gemacht haben, waren wir noch bei einem anderen Wasserfall. Mindestens genauso schön. Da war ein Paar und die haben gefragt, ob jemand ein Bild von ihnen zusammen machen kann und ich habe es verstanden!! PORTUGIESISCH! Da sage ich natürlich nicht nein. ;) In Andradas haben wir Magali zu Hause abgeliefert und sind zur Oma. Dort war noch die ganze Verwandtschaft. Carol, unsere Cousine, haben wir mit zu uns nach Hause genommen. Zusammen Film schauen ist ja eine schöne Sache, aber den richtigen Film finden ist wohl das Schwerste. Drei Filme haben wir angefangen und wieder abgebrochen. Letztendlich haben wir Rapunzel angeschaut. Das war für mich immerhin einfacher zu verstehen. Danach sind Carol und Bruna ins Bett und ich habe mit meinen Gasteltern „the tourist“ angeschaut. Naja…angeschaut habe ich nicht zu viel. Auf Portugiesisch habe ich so wenig verstanden und es war so spät, also habe ich wohl mehr geschlafen. :D

Das war mein dreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute Nacht wurden in Deutschland die Uhren umgestellt. Mein Handy aus Deutschland, das hier mein Wecker ist, ist so selbstständig und hat sich auch umgestellt. Nur doof, dass ich aufgewacht bin und geschockt war, dass schon 10 ist. So spät stehe ich hier nie auf. Gut, dass auf meinem Handy hier erst 9 war. ;) Es war noch niemand wach, also konnte ich noch ein bisschen chillen. Sonntagsbeschäftigung eben. Bei der Oma waren wir zum Mittagessen und danach sind Carol und meine Familie mit mir nach Campinas gegangen. SHOPPEEEEN ;) Und das nicht normal shoppen, sondern im größten Shoppingcenter in komplett Südamerika. Es ist unvorstellbar groß!!! Allein ein Restaurant ist rießig, wie man auf dem Bild sieht. Und ich war in einem anderen Bundesstaat. Sao Paulo ;) Bis zur Grenze sind es aber auch nur 15 Minuten. Es war so heiß an dem Tag. In Campinas war es total schwül und die Luft ist einem im Hals stecken geblieben. Es war ein super Tag…

Das war mein einunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Montag und es ging wieder in die Schule. Ich hatte wieder viel Spaß. Meinen Mittag habe ich auch in der Schule verbracht, weil wir uns getroffen haben, um die Rakete zu bauen. Naja…eigentlich haben wir nur geredet, wie diese Rakete eigentlich funktioniert. Sie wird auf jeden Fall fliegen, wenn alles richtig gemacht wird. ;) Wir waren zwölf Leute oder so…vier davon aus meiner Klasse und die anderen sind ein Jahr älter. Jetzt wird es einen Wettkampf zwischen meiner und der anderen Klasse geben, welche Rakete am Ende am Weitesten fliegt, gewinnt! WIIIR gewinnen! :) Wie jedes Mal, wenn ich von der Schule nach Hause möchte gehe ich in die Bank. Nur blöd, dass Margarete nicht da war. 1 ½ Stunden hab ich mit den Arbeitskollegen verbracht. War wirklich witzig…Die arbeiten nicht in der Bank, sondern leben dort! Da hat es eine super Küche und Kuchen und Kaffee und einen Backofen und alles. Total cool. Dort ging die Zeit schnell vorbei. ;) Am Abend bin ich das erste Mal ins Fitnessstudio zum selber Sport machen…endlich. Alongamente ist angesagt. Also Stretching. Und um auch wirklich noch n bisschen Sport zu machen gibt es schön viele Geräte, die zum Benutzen da sind. :D Um neun sind wir nach Hause gegangen und es gab Abendessen. Ich war müde, aber Bruna, wie immer, noch nicht. Also hat es wohl noch ein bisschen gedauert, bis ich schlafen durfte und konnte.

Das war mein zweiunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Einen weiteren witzigen Tag in der Schule ging vorbei. Am Mittag hatte ich Portugiesischunterricht bei Erika. Es macht mir eigentlich total viel Spaß, aber ich verstehe noch nicht so ganz den Sinn, wieso sie mir Texte aus der Schule, die ich nie im Leben verstehen kann, übersetzt. Nach zwei Stunden war sie wieder weg und ich ging mit Helena, meiner Cousine, ins Alongamente. Genau wie gestern. Und es war mindestens wieder genauso super wie gestern. :) Doch erst mussten wir ins Fitnessstudio kommen. Es war ausgemacht, dass Helenas Eltern fahren, aber dann ist das Auto nicht mehr angegangen als wir mitten auf der Straße standen. Gut, dass es noch ein zweites Auto gab. Normalerweise geht Alongamente um 7 los, aber wir waren erst um kurz vor halb 8 da. Auf uns wurde schön gewartet :D Pünktlichkeit hier halt ;) Das war es heut auch schon wieder…

Das war mein dreiunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Mittwoch in der Schule mag ich nicht so, aber Mathe ist trotzdem toll. Ich habe meinen ersten Test zurückbekommen und habe eine 3,25. Das Beste ist eine 4. Wenn ich nicht so hochbewertet worden wäre, wäre ich sogar stolz drauf. Das war aber bestimmt nur Austauschschülerbonus. :) Am Mittag beim Kaffee trinken habe ich ewig mit Rita, dem Hausmädchen gesprochen. Total cool, wie viel ich verstanden habe. Jetzt weiß ich viel mehr über das Land Brasilien…voll interessant! Wie auch die letzten zwei Abende sind wir auch heute wieder ins Alongamente gegangen. Bruna war auch wieder dabei, weil sie gestern zu müde war. Zu Hause gabs zum Abendessen selber gemachtes Sandwich. NIRGENS ist das Sandwich so gut, wie hier von Margarete!!

Das war mein vierunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Juhuu…heute durfte ich wieder Spanischunterricht in der Schule haben. Ich liebe die Stunden bei meiner Lehrerin Ísis. Die ist einfach die Beste! Und so dumm stell ich mich in Spanisch gar nicht an. Ist aber auch alles Schema, was die hier im Unterricht machen. Wir haben ausgemacht, dass ich sie bald mal besuchen geh, weil sie in einem kleinen Dorf wohnt und von allen ausgelacht wird. Ich bin sehr gespannt, wann das sein wird. Am Mittag hatte ich meine zweite Prova, also meinen zweiten Test. Ich wusste genauso wenig wie letzte Woche, weil ich nichts verstand. Nach einer Stunde habe ich abgegeben und bin zur Bank gelaufen. Von dort aus bin ich direkt zur Maniküre. Total cool :) Und das alles für umgerechnet 2,50 Euro. Spottbillig und super! Knallrot :D

Das war mein fünfunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist fast wieder Wochenende…Heute Morgen hatte ich die ersten zwei Schulstunden Redaktion. Dort haben wir den Internetblog erstellt und angefangen zu schreiben. Alles in Portugiesisch und Deutsch. So viel ist es aber noch nicht geworden. Wir haben auch gleich noch ein Foto von der Klasse gemacht und reingestellt. Wenn du jetzt Lust hast, den Blog anzuschauen, dann tu´s ;)

http://bylleundfreunde.blogspot.com/

Um 2 Uhr war ich wieder in der Schule, um die Rakete zu planen, die wir bauen. Mit unserem Physiklehrer waren wir in einem Elektrogeschäft, das unter der Schule ist. Das Zeug, welches wir für die Base brauchen, haben wir jetzt schon zusammen. Ich bin dann ein bisschen früher gegangen, weil ich noch Portugiesischunterricht hatte. Dort habe ich heute zu Erika gesagt, dass wir doch bitte mehr Grammatik machen sollen und das war eine super Idee. So lerne ich jetzt schneller Portugiesisch denke ich ;) Meinen Abend habe ich bei Isabella daheim verbracht. Zu siebt waren wir und haben „Donnie Darko“ angeschaut. Leider habe ich nicht so viel verstanden, obwohl der Film in Englisch war. Der Inhalt war bei mir in sich nicht sehr schlüssig :D Um halb 3 war ich zu Hause und ging ins Bett.

Das war mein sechsunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Guten Morgen hieß es am heutigen Samstagmorgen schon um 09.30 Uhr, weil wir Frauen shoppen waren. So ein Theater, bis meine kleine Schwester endlich etwas zum Anziehen gefunden hat für einen Geburtstag am Abend. Jetzt weiß ich mal, wie stressig das ist, mit Jüngeren einkaufen zu gehen. :) Im Schuhgeschäft hab ich Flipflops gekauft bekommen. Voll lieb! Danach sind wir wie immer zur Oma zum Mittagessen. Gegen 4 Uhr sind wir nach Hause. EIGENTLICH wollte ich dort schlafen, aber meine lieben Leute in Deutschland haben mich davon abgehalten. ;) Um 19 Uhr haben wir Bruna bei dem Geburtstag abgeliefert und meine Gasteltern und ich sind zu Sirvana gegangen. Das ist eine Arbeitskollegin von Margarete. Sie hat für alle gekocht, weil sie am nächsten Tag Geburtstag hatte. Spontan bin ich noch meinen Freunden in eine Bar gegangen. Auch heute wurde es wieder spät. Doch die Krönung des Tages kam erst noch: Als ich zu Hause war habe ich noch schnell meine Mails gecheckt und siehe da! Ich darf nach AMAZONIA!!! Das macht mich extrem glücklich! Danke Mama und Papa!!!

Das war mein siebenunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Sonntag…mehr oder weniger ausgeschlafen sind wir zur Oma gegangen. Die wollte mich ja wirklich überzeugen, dass sie nach Amazonia mitkommt und auf mich aufpasst. Wie ich sie einfach liebe!! Ziemlich schnell nach dem Essen sind meine Gasteltern und ich gegangen. Spontan haben wir beschlossen, dass wir in das Dorf gehen, indem Joao als Kind gelebt hat. Dort gab es eigentlich nichts Besonderes zu sehen und ich war enttäuscht, als wir wieder in Richtung Andradas gefahren sind und ich kein Haus gesehen habe. Naja…ich dachte mir, dass das Haus vielleicht nicht mehr steht. Doch plötzlich sind wir so eine Abzweigung gefahren. So ein schlechter Feldweg, wenn man das so nennen konnte. Ähnelte eher einer Safaritour! Mitten auf der Strecke waren Kühe, die einfach nicht auf die Seite gehen wollten. Als wir endlich ein paar vereinzelte Häuser sagen, wurde mir erklärt, dass in einem davon Joao gewohnt hat. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Total abgelegen in der Pampa. :D Um 19 Uhr sind wir zu einem Konzert gegangen mit Orchester und Chor. Ich will ja wirklich nicht immer nörgeln, aber so schlecht, wie der Chor war. Dazu musste man nicht viel Musikverständnis habe. Es war einfach nur schief! Immerhin gab es danach noch Pizza in einer Pizzeria. :)

Das war mein achtunddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Mit neuer Energie ging die Schule wieder los. Wie immer witzig gewesen. Am Mittag habe ich meine gute Laune an Bá und Leo ausgelassen. Wir waren in der Schule zum Rakete basteln. Und der liebe Vitor hat Schwierigkeiten mit der Uhr. Um Drei hat es auch er endlich in die Schule geschafft. Südamerikanische Pünktlichkeit lässt grüßen :) Am Abend war ich in Alongamente und vorbei war der Tag.

Das war mein neununddreißigster Tag hier in Brasilien…

 

Ich bin ganz normal in die Schule gegangen, aaaber mit Sporthose, weil heute ein Handball- und Fußballtunier startete und ich beim Handballteam dabei sein werde. Zu mir wurde es extra noch gesagt, dass ich meinen Pass nicht vergessen soll, aber was tut die Bylle? Sie vergisst ihn natürlich. (Es hat sich noch nichts an der vergesslichen Bylle geändert :) ) Mein Gastpapa hat mir meinen Pass dann in die Schule gebracht. Ganze 10 Minuten hatte ich Unterricht und dann hat mich Einer aus dem 2. Jahr abgeholt. Die Sporthalle ist am anderen Ende der Stadt und wir sind zu Fuß dorthin gelaufen. Nach einer Stunde sind wir endlich dort angekommen, weil wir unterwegs noch Leute aus unserem Team abgeholt haben. Es wurde mir angekündigt, dass sehr viele Leute kommen, weil das Turnier von allen Schulen in Andradas ist und das 1. Und 2. Jahr Mannschaften bilden durften. Vor der Halle waren einige Leute, aber die haben mir schon gereicht. Eigentlich ist die ganze Junqueira- Schule dagewesen, also meine. :) Unser Trikot war blau. Vor der Halle haben sich dann alle Mannschaften Schulweise aufgestellt. Und dann ging es los! Als wir in die Halle hineinkamen war ich mehr als überwältigt. So scheiße viele Leute!!! Ich habe total Gänsehaut bekommen. So krass war das. Alle Schulen sind einmarschiert und der Veranstalter und ein paar andere Leute sagten etwas, dann wurde die Hymne gesungen und dann drehten sich plötzlich alle um. Ich habe es nicht verstanden warum, bis ich eine Fackel gesehen habe. Wie geil ist das denn!? Sogar ein Olympisches Feuer gab es. Schon richtig cool gemacht worden. Und dann ging es endlich los. Das erste Handballspiel und unser Team war sofort dran. Gemeinsam aufgewärmt und schon startete das Spiel. Es wurde zweimal 20 Minuten gespielt. Ich verbrachte die Zeit auf der Bank, weil ich eindeutig nicht so der Handballchecker bin. Die Anderen aus unserem Team spielen im Verein Handball. Ist also eindeutig besser, wenn die spielen :) JAAAA!!! Wir haben gewonnen!! Und das mit 12 Punkten Vorsprung!!

Am Rand von der Spielfläche wartete Tia Maria, die Schulleiterin (Tia=Tante) auf uns. Die Frage an mich, wie es sich anfühlt fand ich genial. Super natürlich, auch wenn ich nicht viel dazu beigetragen habe. Nach uns haben die Jungs von unserer Schule ihr ersten Fußballspiel gehabt. Leider verloren :( Das nächste Mal wird es bestimmt besser. Die sollen sich mal was bei uns Mädels abschauen. J Am Montag ist das nächste Handballspiel. Ich bin sehr gespannt, ob ich dort spielen werde oder nicht. Als alles vorbei war bin ich mit meiner Spanischlehrerin Ísis nach Hause gefahren. Ihr Auto stand an der Junqueira-Schule für die Kleinen. In der Schule ist auch Bruna. Sie brachte mich nach Hause. Am Mittag hatte ich wie jeden Dienstag Portugiesischunterricht und am Abend war Alongamente. Todmüde ging ich ins Bett. Ein würdiger vierzigster Tag in Brasilien ging vorbei.

Das war mein vierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute Morgen habe ich wieder einen super Schultag gehabt. Schule ist nicht vergleichbar mit Deutschland. Hier gehe ich sehr gerne in die Schule. In Deutschland hält sich die Freude immer in Grenzen. Am Mittag habe ich ein bisschen für den Test am nächsten Tag gelernt und abends war ich mit Margarete bei meiner Tante nebenan. Das war mal wieder ein schön gechillter Tag.

Das war mein einundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Dieser Tag heute gefällt mir schon besonders gut. Wir haben den Test schon am Morgen geschrieben, weil am Mittag ein wichtiges Fußballspiel war von dem Turnier. Es war so wichtig, weil es gegen die Konkurrenzschule war. Schon witzig, wenn deswegen morgens Unterricht ausfällt. Meinen Test habe ich mit Laptop im Sekretariat geschrieben, damit ich Googleübersetzer hatte. Und bei Literatur hat mir Ísis geholfen. Total cool, weil wir die Lösungen einfach im Internet gesucht haben. Was für eine Methode das ist, Test zu schreiben. :) Um 11 bin ich nach Hause gegangen, nachdem ich noch eine knappe Stunde mit ein paar Lehrern geredet habe. Um Zwei war das wichtige Fußballspiel. Das haben wir zum Glück gewonnen. Schon war der Tag wieder vorbei.

Das war mein zweiundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Und schon ist wieder Freitag. In den ersten beiden Schulstunden haben wir meinen Blog geschrieben, aber noch nicht online gestellt. Die letzte Stunde am Freitag ist mehr oder weniger freiwillig. Wenn man im Physiktest der letzten Woche nicht so gut war sollte man dableiben. 0,1 zu schlecht gewesen. Also musste ich wohl dableiben. Das fand ich wirklich doof, weil ich um 2 wieder in der Schule sein musste, wegen der Rakete, aber  naja. Als ich endlich zu Hause war habe ich kurz etwas gegessen, bevor ich wieder in die Schule bin. Zusammen haben wir das Material gekauft, das wir für unsere Rakete brauchen. Ich mag unsere Truppe. Bá, Vitor, Leo und ich. Wir haben extrem viel Spaß zusammen, auch wenn Leo manchmal sehr langweilig ist. ;) Zu Hause hatte ich bin um 6 Portugiesischunterricht und danach war ich zu Hause. Ich muss ja nicht immer weggehen.

Das war mein dreiundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Den ganzen Tag haben wir bei der Oma verbracht. Am Abend haben wir Familienausflug ins Kino gemacht nach Pocos de Caldas. Wirklich witzig mit der ganzen Familie ins Kino zu gehen. Rio haben wir angeschaut. So ein toller Film. Ich habe die Geschichte sogar verstanden…auf PORTUGIESISCH!! :) Danach sind wir zusammen noch in die Pizzeria, in der ich mit meiner Familie war, als ich von Belo Horizonte nach Hause gekommen bin. Ich mag den Ort. :)

Das war mein vierundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute ging ich nach Jardim. Um 11 Uhr wurde ich von Kariane, einer Klassenkameradin, abgeholt. Gemeinsam mit ihren Eltern sind wir zur Oma zum Mittagessen. Hier kocht einfach jede Oma gut. :) Dann ging es auch endlich nach Jardim. Dort sind wir zum Freund von Kariane. Ich habe gewartet bis Ísis mich abholte. Keine Ahnung, was auf mich zukam, bin ich mit ihr zu einem Haus von einer Freundin gelaufen. Ich wurde gefühlten 1000 Leuten vorgestellt. Die sind alle total lieb zu mir gewesen. Es gab einen Umzug mit Pferden und Ochsen und weil es so wenige Tiere waren, sind alle drei Runden gelaufen. Die zwei Autos sind extra für mich stehen geblieben, weil Ísis Freunde gerufen haben, dass ich Deutsche bin und so. HAMMER! :D Die Organisation hier ist einfach der Burner. :D Danach sind wir alle gemeinsam zum Festzelt und waren dort bis um 8 abends. Wir hatten jede Menge Spaß. Ein bisschen getanzt und ja. :) Später sind wir zurück zum Haus und haben zu Abend gegessen. Ich musste allen versprechen, dass ich mal Deutsch für sie koche, bevor sie mich gehen ließen. Meine Spanischlehrerin Ísis hat mich gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer süßen Tochter nach Hause, nach Andradas gebracht. Todmüde nach dem hammermäßigen Tag ging ich ins Bett.

Das war mein fünfundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

 Schule war heute super. Ich bin früher von Chemie gegangen, weil am Mittag das nächste Handballspiel war. Dort bin ich gemeinsam mit Amanda hingeLAUFEN! Wieder die ewig lange Strecke und heute noch ein bisschen weiter, weil wir von Zuhause aus gelaufen sind. Heute habe ich ganze Zwei Minuten gespielt. Die Letzten…:) GEWONNEN!! Das heißt, wir haben das Turnier hier in Andradas gewonnen. Jetzt ging es in die nächste Stadt. Ich weiß nur noch nicht, wann. Als ich nach Hause gekommen bin war ich zu müde zum Alongamente. Also blieb ich heute zu Hause.

Das war mein sechsundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Nachdem ich einen normalen Schultag hinter mir hatte, hatte ich Portugiesischunterricht. Doofe Grammatik! In Portugiesisch gibt es ein paar Wörter, die im Deutschen das Gleiche bedeuten. Woher soll ich denn dann den Unterschied wissen?? Das lerne ich hoffentlich mit der Zeit… Danach waren Helena, Bruna und ich im Alongamente… Zum Abendessen gab es Sandwich. Superlecker, aber super Kalorienbombe à ich esse immer noch zu viel!

Das war mein siebenundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Der Matheunterricht war toll heute. Jakson, mein Lehrer hat für mich gesungen, nachdem alle so lange gebettelt haben, bis er gesungen hatte. Voll die geile Stimme und typisches südamerikanisches Rhythmusgefühl. HAMMER! Am Mittag war ich zu Hause und wollte eigentlich ein bisschen auf den Test am nächsten Tag lernen, aber aus irgendeinem Grund habe ich das nicht für nötig gehalten. :) Wird schon schief gehen, dachte ich mir wohl. Am Abend haben wir die Zeit total verplant, also konnten wir nicht ins Alongamente… Nachrichten angeschaut, wie fast jeden Abend und versucht, so viel wie möglich zu verstehen.

Das war mein achtundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Nichts Besonderes ist in der Schule passiert…Am Mittag war wieder Test. Den habe ich mit Laptop im Sekretariat geschrieben, genau wie letzte Woche auch. Bruna (aus unserem Handballteam) aus dem 2. Jahr kam irgendwann auch ins Sekretariat zum Test schreiben. Keine Ahnung, wieso. Ich habe ihr ein bisschen in Englisch geholfen und sie mir in Biologie und ja. War witzig, aber ich finde es den anderen Schülern gegenüber sehr unfair, weil Gui, ein Lehrer, Bruna total geholfen hat. Die anderen Schüler haben diese Möglichkeit nicht. Ich rege mich darüber nicht auf. So gut, wie mir bei den Tests geht es glaube ich niemand hier. Zuhause habe ich mich für Alongamente gerichtet, aber dann sagte mir Bruna, dass donnerstags nie ist. Stimmt…mein Gedächtnis :) Also bin ich zu Hause gewesen.

Das war mein neunundvierzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Freitag, WOCHENENDE!!! Ich hatte zwei Stunden Unterricht und danach war Siegerehrung von dem Turnier. Nach ewigem Hin und Her sind wir endlich mit Tia Maria und Milena zur Halle gefahren. Dort haben wir unsere Goldmedaillen und unseren Pokal bekommen. Ein paar Bilderchen geschossen und ab nach Hause. Am Mittag bin ich in die Schule zum Rakete fertigbasteln und ausprobieren. Total cool! Bá, Leo, Sérgio (Physiklehrer, der für die Raketenbauer zuständig ist) und ich sind zu einem Fußballplatz gefahren, um dort die Raketen fliegen zu lassen. Die erste Rakete war wirklich schlecht, aber die zweite ist 87 Meter geflogen! Schon mal gar nicht soo schlecht, aber das geht besser!  Weil es schon halb 7 war, war es dunkel und wir sind zu mir nach Hause, um dort eine E-Mail an den Wettbewerbsveranstalter zu schreiben mit Informationen über unsere Testversuche. Um halb 9 sind dann endlich alle nach Hause und ich war mal wieder todmüde und bin auf dem Sofa eingeschlafen. :)

Das war mein fünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Samstag. Heute sind wir zu einem Geburtstag einer Bekannten nach Santo Carlo gefahren. Das sind zwei gute Autostunden von uns hier. Es war ein total cooler Tag, weil ich dort eine kennengelernt habe, die aus Crailsheim ist und in Hamburg studiert. Die macht gerade zwei Auslandssemester in Brasilien. Total komisch, mal wieder Schwäbisch reden zu können. Sonst musste ich bisher immer hochdeutsch reden, WENN jemand Deutsch sprechen konnte. Wegen 3 Stunden auf dem Geburtstag sind wir so weit gefahren…Brasilien eben! :) In Andradas haben wir Bruna bei einem Geburtstag abgeliefert und wir sind Essen gegangen. Ich habe keine Ahnung, was das war, aber es war mit viel Käse und suuuperlecker.

Das war mein einundfünfzigster Tag hier in Brasilien…

 

JAAA!! Heute sind wir ins Stadion gegangen. Mein Onkel, Helena, Bruna, mein Papa und ich. Gespielt hat Sao Paulo gegen Oeste. Leider ging das Spiel nur 1:1 aus…aber immerhin besser als verlieren.  Jetzt bin ich sehr müde und weil ich das hier gerade noch schreibe, höre ich mal wieder auf mit erzählen…

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt könnt ihr ja einen Kommentar schreiben oder eine E-Mail oder wie auch immer :)

Ganz viele liebe Grüße aus dem wunder,wunderschönen Brasilien!

Und jetzt versuche ich wirklich mal, mich öfters zu melden. ;)

Beijos

Eure Bylle

Erste Nachricht aus Brasilien :)

Samstag, 26.03.2011

Das erste Mal, dass ich mich hier aus Brasilien melde. :) Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat!!

Als Erstes sag ich mal, dass es mir super geht und hoffe, dass alle zufrieden sind und beruhigt weiterlesen koennen.

Was bisher so passiert ist…

Am Flughafen in Muenchen meiner Familie „Tschuess“ gesagt ging’s los ins Abenteuer nach Brasilien. Um 22.10 Uhr startete  auch endlich unser Flugzeug mit 45 Minuten Verspaetung. Ich sass neben einer, die ich schon von den Vorbereitungen von meiner Organisation kannte. Trotzdem sassen nicht alle von AFS zusammen…Das war schon ein bisschen schade!

Nach 12 Stunden Flug landeten wir in Sao Paulo mit unbeschreiblichen Gefuehlen. Es ist 06.08 Uhr Ortszeit… Wir mussten sehr lange am Zoll warten und als wir endlich unser Gepaeck holen konnten fanden wir kein Band mit unserer Flugnummer…was jetzt? Gut, dass wir auf einmal direkt vor uns unser Gepaeck fanden. Es stand bei der First Class und wurde bewacht :D Eigentlich ja alles super, aber ein Koffer von nem Anderen fehlte… Der ist von Hamburg nach Muenchen geflogen und dann mit uns nach Sao Paulo und sein Gepaeck war noch in Hamburg. Wir wissen nicht wie, aber er hat’s geschafft in n Flugzeug frueher einzusteigen und dann war sein Gepaeck im spaeteren Flieger. Das Personal in Hamburg dachte sich: Gepaeck, aber kein Passagier koennte eine Kofferbombe sein… Deshalb wird sein Gepaeck noch untersucht und dann nachgeschickt. Der Arme… Aber wie schafft man das ueberhaupt??? :D

Im offenen Bereich des Flughafens wurden wir dann von AFS- Betreuern empfangen. 13 Stunden am Flughafen verbringen, um auf einen Anschlussflug zu warten ist eine seeehr lange Zeit nach so nem Flug! Nach draussen durften wir nur soweit, dass sie uns noch sehen konnten und aufs Klo wurden wir auch begleitet, was null Freiheit bedeutete…

Die 13 Stunden waren endlich vorbei und ich konnte 50 Minuten mit ner Propellermaschine weiterfliegen… Eigentlich kann da ja nicht viel schief gehen, aber mein Handgepaeck war zu gross um unter den Sitz zu passen und auch zu gross fuer das normale Fach ueber den Sitzen. Gut, dass ich so einen netten Nebensitzer hatte, der fuer mich mit der Stewardess redete, weil die kein Englisch konnte. Letztendlich war mein Gepaeck dann in nem Fach bei der Stewardess…war schon witzig! Und dann landete ich endlich in Varginha. Dort wurde ich von Telma und ihrem Mann Clóvis empfangen…Das ist meine Betreuerin von meinem Komitee. Bei der durfte ich die naechste Zeit wohnen. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, wie lange. Varginha ist eine ziemlich interessante Stadt. Wenn ihr wollt, koennt ihr mal googlen, weil dann die Geschichte von Aliens kommt. Durch Aliens ist die Stadt auch bekannt. 

Das war mein erster Tag hier in Brasilien…

 

Schoen ausgeschlafen stand ich auf und fruehstueckte eine frische Mango. Wie toll es ist, frisches Obst essen zu koennen. Am Mittag war ich mit Telma, ihrem Mann Clóvis und Thayene, die ein Jahr in Deutschland war, in einem Club. Dort sah es aus wie im Urlaub…der Hammer einfach nur!! Swimmingpool…noch einer…Palmen…Acaí (fast wie Eis, nur viiiiel besser)…wie im Urlaub :)    Dort konnte man auch an einem Fluss entlang laufen und es sah aus wie im Urwald. Also zumindest, wie ich mir das so vorstelle. ;)   Am Abend nahm Thayene mich mit in eine Bar mit ein paar Freunden. Leider sprach da nur Eine Englisch und Thayene Deutsch…sonst nur Portugiesisch! Trotzdem war’s n suuperwitziger Abend. In der Bar haben wir „Fluesterpost“ und „Ich packe meinen Koffer“  gespielt, natuerlich auf Portugiesisch. Gut, dass ich voll Ahnung hatte und alles verstanden habe. :D

Das war mein zweiter Tag hier in Brasilien…

 

Jetzt bin ich schon zwei ganze Tage hier und es ist SONNTAG. Telma und ich waren im Supermarkt einkaufen…hier merkt man gar nicht, dass Sonntag ist. Am Mittag sind Telma, Clóvis und ich in Varginha spazieren gegangen. Voll die witzige Stadt! Da ist einfach nur Berg an Berg und es gibt KEINE Strasse, die nicht n Berg hoch oder runter geht.  Und alles sieht gleich aus. Voll des Labyrinth fuer mich! Das war’s heut schon wieder…

Das war mein dritter Tag hier in Brasilien…

 

Wir drei haben heute zusammen eine Wohnung angeschaut, weil das Haus fuer Telma und Clóvis allein zu gross ist. Die drei Soehne wohnen alle nicht mehr zu Hause. Danach ist Clóvis arbeiten gegangen und Telma und ich waren auf der Bank um meine Gebuehren fuer meine Identcard und so zu bezahlen. Voll witzig...beim Warten sind wir auf Stuehlen gehockt, die fast den Sitzen im Kino aehnelten. Total bequem einfach nur. Am Mittag, als wir wieder zurueck bei Telma waren, kam eine Freundin von Telma, die auch fuer AFS arbeitet, mit ihrem Sohn. Der war nur dabei, um n Bild mit mir zu machen. Und am gleichen Tag war’s schon in Facebook :D So ein Freak.

An diesem Abend war ein Treffen von AFS. Dort kamen auch andere Austauschschueler. Zwei Maedels aus Deutschland wohnen in Varginha. Aber sie sind schon sieben Monate da. Thayene war auch  dabei und hat was fuer mich gebacken. Brigadeiro :) Das war soo lecker…des gibt’s in Deutschland gar nicht, aber schmeckt soo gut :)

Das war mein vierter Tag hier in Brasilien…

 

Morgens um acht waren Telma und ich bei der Polizei, um meine Identcard zu machen. Das ist auch der Grund, wieso ich ueberhaupt in Varginha bin und nicht direkt in meiner Familie. Bei der Polizei hat alles funktioniert und das bedeutete, dass Telma bei Diane, meiner Betreuerin in Andradas, anrufen und fragen wird, wann meine Familie mich abholt. An demselben Tag noch oder erst am Naechsten. Dann sind wir in eine arme Schule gefahren. Die Kinder waren soo herzlich, aber sie waren gerade mit Essen beschaeftigt. Zum Tschuess sagen haben mich alle umarmt. Echt schlimm, dass es so viele arme Menschen gibt! 

Telma hat mit Diane telefoniert und sie hat gesagt, dass ich erst am kommenden Tag abgeholt werde. Telma hat sich riiiessig gefreut! Und ich hatte gemischte Gefuehle…auf der einen Seite wollte ich endlich zu meiner Familie, aber auf der Anderen mochte ich Telma und Clóvis so sehr, dass ich nicht gehen wollte. Ich werde die Zwei auf jeden Fall mal besuchen! Mittags war ich mit Telma an einem See...wunderschoen dort.  Am Abend waren wir zusammen in einer Pizzeria. Auf der Karte habe ich nichts verstanden. Naja…war trotzdem echt lecker!!

Das war mein fuenfter Tag hier in Brasilien…

 

Mein sechster Tag hier in Brasilien und Telma hatte Deutschunterricht. Wir haben uns ueber Soziologie unterhalten :D Witzig war’s, aber ich war trotzdem froh, als es endlich vorbei war. Zurueck im Haus packte ich Koffer und dann habe ich auf meine Familie gewartet. Um halb sieben, sieben waren sie endlich da... meine Familie fuers naechste Jahr! Joao, Margarete und Bruna… Es war komisch „Hallo“ zu sagen, aber des sind soo liebe Menschen. Ich freu mich auf die Zeit hier!! Noch zusammen bei Telma gegessen und dann ging es endlich nach Andradas, mein neues Zuhause. Telma „Tschuess“ sagen war wirklich schade und traurig, aber ich sehe sie wieder. :) Um halb elf sind wir in Andradas angekommen. Doch wir wohnten noch nicht im eigenen Haus, sondern bei der Oma, weil das Haus gestrichen wird. Die Oma ist voll lieb. Voll die typische Oma…Und das Haus ist riiiiessig und superschoen UND hat n Pool! 

Ich liebe unseren Hund! Kiko…der Suesseste ueberhaupt! 

Dann hab ich noch die Gastgeschenke vergeteilt und Bruna hat sich riiiessig ueber ihren Steiff- Teddy gefreut. Der ist seitdem ueberall dabei. Auch im Englischunterricht. :) Ab ins Bett mit uns…

Das war mein sechster Tag hier in Brasilien…

 

Schon eine ganze Woche hier in Brasilien…verrueckt! Aber mir gefaellt’s immer noch und das ist auch gut so. :)

Hier sehe ich jetzt endlich mal die Landschaft und die ist der HAMMER! Einfach nur schoen so viele gruene Berge um mich herum!   

Heute war ich mit Bruna zusammen im Englischunterricht…der ist Extraunterricht, weil Englisch in der Schule sehr schlecht ist. Danach waren wir Zwei im Keyboardunterricht. Dort durfte ich endlich mal wieder Klavier spielen. Gut war’s… Meiner Tante hier gehoert ein Fitnessstudio und da waren Bruna und ich zusammen. Jedes einzelne Wort hab ich im Woerterbuch nachgeschaut…soo ein Stress! Sonst haette ich aber nicht mit Bruna reden koennen. Jetzt weiss ich schon mehr ueber das Schulsystem hier. Bruna macht Kung Fu und dort habe ich zugeschaut. Also das Aufwaermen war wie beim Militaer :D Sonst war es super! Meine andere Gastschwester Barbara, die gerade 6 Monate in Deutschland ist, hat eine Freundin…ihre beste Freundin, die auch Kung Fu macht. Die hab ich dann auch noch kennengelernt.

Das war mein siebter Tag hier in Brasilien…

 

Jetzt ist der 04.03. und heute ist der Geburtstag von meiner Gastmama. Morgens noch mit meinem Gastpapa ein Geschenk gekauft und dann sind wir zur Arbeit von meiner Gastmama. Dort wurde ich Allen vorgestellt und dann sind wir in meine neue Schule. Ich wurde angeschaut wie wenn ich von nem anderem Planeten waere. Aber eigentlich sind die alle total lieb gewesen. Was richtig komisch war war, dass ich meinen Lehrer mit Kuesschen begruesst habe! Daran muss ich mich noch gewoehnen. :) Zuhause waren voll viele Verwandte da wegen dem Geburtstag. Ich weiss keinen Namen mehr…schon total bloed! Und weil ich nichts versteh, wenn alle reden, hab ich Verben konjugiert. Insgesamt 106!! Total verrueckt, aber jetzt hab ich’s bisschen mehr drauf! ;)

Das war mein achter Tag hier in Brasilien…

 

Der Tag hat ziemlich langweilig angefangen, doch dann sind wir auf den Geburtstag von Isabella gegangen. Sie wurde ein Jahr alt und hatte einen groesseren Geburtstag, wie ich bisher ueberhaupt hatte. So viele Leute und alles geschmueckt…richtig verrueckt! Ich wuerd mal sagen, dass das von der Menschenmenge mit nem rundem Geburtstag vergleichbar ist. Aber ein Jahr!? Anscheinend ist das normal hier…

Danach bin ich mit der besten Freundin von meiner Gastschwester, die in Deutschland ist, ein bisschen Karneval feiern gegangen. Ich habe viele Freunde kennengelernt und die sind alle total cool. Karneval ist hier abartig crazy und nicht zu vergleichen mit Fasching in Deutschland. Ich mag Karneval hier. Wir sind dann alle zusammen noch zu Isabella, eine von ihnen, nach Hause gegangen und haben Brigadeiro gemacht… :) Des schmeckt so super, aber ist eine mega Kalorienbombe! Auf dem Geburtstag haben wir schon so viel gegessen und dann da nochmal. Gegessen wird mir hier eindeutig zu viel! In dem Haus, in dem wir waren, habe ich auch einen Klassenkameraden, Vitor, kennengelernt. Er spricht leider kein Englisch, aber ist glaub ganz witzig. In meiner Klasse hat es mit mir 5 Maedels und 20 Jungs. Wohl genau andersrum als bei mir in Deutschland in der Klasse. Anscheinend ist aber nur ein Maedchen davon nett. Das sagt zumindest Vitor. In einer Woche werde ich sehen, wie meine Klasse so ist. :)

Das war mein neunter Tag hier in Brasilien…

 

Mein zehnter Tag in Brasilien war die Geburtstagfeier von meiner Gastmum. Es waren seeehr viele Leute da, die ich alle noch nicht gekannt habe. Es wurden mir immer mehr vorgestellt. Nur schade, dass ich grosse Probleme mit dem Namen merken habe. Es war trotzdem wieder ein super Tag mit der ganzen Familie. Am Abend hatte ich viel Spass mit meiner kleinen Gastschwester Bruna. Unterhaltungen ueber Zeichnungen fuehren ist super. :D Wer Portugiesisch kann ist klar im Vorteil! :)

Das war mein zehnter Tag hier in Brasilien…

 

Total lange geschlafen…das ist schoen! Sonst ist heute nichts sehr Bewegendes passiert, was ich festhalten sollte. Doch jeden Tag werde ich ein bisschen besser in Portugiesisch. Das bringt Motivation zum weiterlernen. :)

Das war mein elfter Tag hier in Brasilien…

 

Heute Morgen habe ich mit meinen Cousinen und Bruna Wii gespielt. Das ist eine Dauerbeschaeftigung hier, aber man braucht immerhin nicht viel zu sprechen. Vorteil fuer mich. Am Mittag bin ich mit meiner Cousine Helena und Bruna in ein Café gegangen. Dort kamen noch andere Freunde von Helena dazu. Ich durfte Deutschunterricht geben, waehrend mir gleich Portugiesisch beigebracht wurde. Hier werde ich nie das Problem haben, dass niemand mit mir spricht. Alle sind sehr an mir interessiert und fragen, wie es in Deutschland ist und ob ich Geschwister habe und solche Dinge. Auch mit wenig Portugiesisch funktioniert das manchmal! :) Als wir wieder bei der Oma im Haus waren sassen Bruna und ich am PC. Bruna sagte, dass wir jetzt umziehen. Das JETZT hab ich aber erst nachdem sie mich angeschaut hat, wie wenn ich den groessten Fehler meines Lebens gemacht haette, realisiert! Also schnell meine Sachen zusammengepackt und es ging los in mein Haus fuer die naechsten 11 Monate. Das war ein tolles Gefuehl. Leider habe ich vom Haus nicht viel gesehen, weil es schon dunkel war. Von Innen ist es aber total schoen! Mein neues Zuhause… Meine erste Nacht dort, war super!

Das war mein zwoelfter Tag hier in Brasilien…

 

Das erste Mal im neuen Zuhause aufgewacht und es sind einige Arbeiter, die vor meiner Tuere arbeiten. Egal…das Fruehstueck habe ich trotzdem total genossen, weil ich es fertig serviert bekommen habe von Rita, dem Hausmaedchen. Das ist so eine liebe Person, unglaublich! :) Endlich habe ich das Haus richtig gesehen und es ist wirklich schoen. Noch in Arbeit, weil immer noch nicht alles gestrichen ist und so, aber mir gefaellts hier sehr. Hier halte ich es 11 Monate aus. Mehr ist heute nicht passiert…

Das war mein dreizehnter Tag hier in Brasilien…

 

Heute war ich nach dem Mittagessen bei meinen Freunden, oder auch die von Barbara…unsere Freunde triffts vielleicht am Besten! :) Dort haben wir einen Film geschaut auf Englisch und zusammen gekocht. Waehrend dem Kochen haben sie beschlossen, nur noch Englisch zu sprechen, damit ich auch mitreden konnte und was verstehen konnte. Verstaendlicherweise war das ziemlich schwer fuer alle, deshalb habe ich nicht so viel verstanden, aber das war okay. Das japanische Essen, das wir gekocht haben hat super geschmeckt! Danach haben wir ein Kinderspiel gespielt, das ungefaehr so funktioniert: Ein komplett dunkler Raum, in dem sich alle aufhalten und eine Person muss versuchen, die Anderen zu finden, ohne etwas zu sehen. Als Hilfe konnte die Person „Gato Mia“ sagen und darauf mussten alle „Miau“ machen. Dadurch war es einfacher, jemanden zu finden. Wenn man jemanden gefunden hat musste man diese Person abtasten und sagen, wer es ist. Wenn man richtig gesagt hat, musste diese Person jemanden im Raum suchen. Genau…Das war wirklich witzig! Einfach mal richtig Kind sein faellt mir dazu nur ein! :)

Das war mein vierzehnter Tag hier in Brasilien…

 

Es ist Wochenende und das bedeutete, dass zur Oma gegangen wird. Es war schoen, mal wieder dort zu sein. Immerhin habe ich da ein paar Tage gewohnt. :) Nach dem Mittagessen bin ich mit meinen Gasteltern nach Pocos de Caldas gefahren. Das ist die naechstgroesste Stadt von Andradas. Dort gibt es einen Wasserfall, der Elektrizitaet erzeugt. Es hat in Stroemen geregnet, aber den Anblick da konnte man bei jedem Wetter geniessen. Einfach nur total schoen!! Leider gibt es keine Bilder, weil ich nicht wusste, dass wir an diesem Tag dort hingehen wuerden. Ich denke, dort gehe ich noch einmal hin! Wir waren in der Stadt auch noch an einem Aussichtspunkt. Von dort aus starten auch alle Paraglider.  Wunder, wunderschoen! Wieder zurueck in Andradas bin ich zu einem Freund nach Hause. Dort waren wieder alle da, mit denen ich mich in letzter Zeit treffe. Schon wieder haben wir einen Film geschaut und danach „Wer bin ich“ auf Portugiesisch gespielt. Das hat funktioniert!! Da war ich sehr gluecklich darueber! :) Heute war ein sehr schoener Tag.

Das war mein sechszehnter Tag hier in Brasilien…

 

Wie gestern waren wir auch heute bei der Oma. Am Nachmittag war ich mit meiner Tante und so beim anderen Teil der Verwandtschaft. Danach waren wir zusammen Eis essen. Ich habe mit zwei normalen Kugeln Eis gerechnet, aber daraus wurde ein ganzer Eisbecher. Viel zu viel fuer mich!! Das war dann auch gleich noch mein Abendessen. Um 19 Uhr war Messe. Dort gingen wir hin und es war mal interessant, hier in die Kirche zu gehen. Es ist alles anders…aber auch schoen! Was mich richtig irritiert hat war, dass bei einem Lied ploetzlich alle zu Klatschen begonnen haben und ein Staendle zum Geburtstag wurde auch gesungen. Einfach mal so…Verrueckt! Am Tag danach war mein erster Schultag. Darauf war ich sehr gespannt und auch froh, endlich wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben.

Das war mein siebzehnter Tag hier in Brasilien…

 

Um 6 Uhr klingelte mein Wecker und es ging endlich in die Schule. Mein Gastpapa brachte mich in die Schule. Vor dem Eingang wartete Lele, die beste Freundin meiner Gastschwester, um mich reinzubegleiten. In meiner Klasse angekommen sass ich neben einem Maedchen, das Giovana heisst. Gut, dass ich nur zwei Schulstunden dort sitzen musste, weil sie viel zu viel redet! Danach sass ich dann zwischen zwei, von den vier Maedels, die es in meiner Klasse gibt. Die haben sich voll Muehe gegeben. Den Platz mag ich viel mehr. :) In den Pausen habe ich mit meinen anderen Freunden gesprochen. Die Lehrer sind alle so offen mir gegenueber und es ist total cool, wenn man alle mit dem Vornamen anspricht. Viel unkomplizierter und freundschaftlicher. Das mag ich! Allgemein ist Schule hier mega toll…der Unterricht ist total locker und man hat viel Spass. Ich verstehe eigentlich nichts, aber mir gefaellt es hier trotzdem. So gehe ich gerne in die Schule. Nach Hause fahre ich ab sofort immer mit meiner Gastmama. Die arbeitet und geht zum Essen nach Hause und nimmt mich mit. Es war sehr schwer ihr von meinem ersten Schultag zu erzaehlen, weil mein Portugiesisch noch zu schlecht ist und sie kein Englisch kann. Mein Gastpapa durfte zu Hause dann ein bisschen Uebersetzer sein. :) Am Abend habe ich viel mit meinem Gastpapa geredet und ich werde nach Rio, Sao Paulo, Belo Horizonte und ans Meer gehen. Das steht fest. Einfach nur HAMMER!! Und dann war der Tag vorbei…Zeit schlafen zu gehen!

Das war mein achtzehnter Tag hier in Brasilien…

 

Heute war mein zweiter Schultag und es war, genau wie gestern, super! Arte war heute mit Abstand die beste Unterrichtsstunde…Das ist so aehnlich wie Kunst, nur dass der praktische Teil wegfaellt und man sich nur ueber Kunstgeschichte unterhaelt. Das Fach unterrichtet eine ganz junge Lehrerin, die mit meiner Klasse total ueberfordert war. Ich weiss nicht, ob das in jeder Klasse so ist, aber meine Klasse hat nur geredet und sich mit anderem Zeug beschaeftigt. Als sie auf den Boden gestampft hat, haben alle losgelacht. Null Respekt wuerde ich da mal sagen. Fuer mich war das aber toll, weil ich mit den Jungs aus meiner Klasse mal ins Gespraech gekommen bin. :) Am Mittag war ich zu Hause und es gab, wie jeden Tag, Kaffee und Kuchen von Rita. Wirklich so eine Liebe, aber hier esse ich einfach viel zu viel. Es schmeckt zu gut!! Mit Erika, meiner zukuenftigen Portugiesischlehrerin habe ich auch noch telefoniert. Der Unterricht beginnt erst eine Woche spaeter. Langsam haette ich gern Unterricht, damit ich schneller richtig sprechen kann, aber die Woche muss ich noch durchhalten.

Das war mein neunzehnter Tag hier in Brasilien…

 

Auch an meinem 20. Tag hatte ich Schule. Heute hatte ich Mathe und das war das erste Fach, in dem ich alles verstanden habe. Tolles Gefuehl gewesen, weil ich es nicht mehr gewohnt bin, alles zu verstehen. Der Lehrer ist richtig cool! Kariane, meine Freundin aus meiner Klasse ging mit mir ins Sekretariat, weil die irgendetwas mit mir besprechen wollten. Auf dem Weg dorthin wurden wir abgefangen und ich wurde zugelabert. Ich kann doch noch nicht so viel Portugiesisch… Gut, dass man auch alles mit meinen Gasteltern per Telefon abklaeren kann. :) Zu Hause war alles wie gestern auch…

Das war mein zwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Genau heute vor drei Wochen ging es bei mir los in mein grosses Abenteuer Brasilien. Und ich hatte noch kein richtiges Heimweh. Das ist toll! :) Heute war ich wieder von 07.10 Uhr bis 12.10 Uhr in der Schule. Mal wieder hatte ich super Unterricht. In Spanisch haben wir Suedamerika angeschaut ueber Google Earth, in welchen Laendern Spanisch gesprochen wird. Danach musste ich noch mein Zuhause in Deutschland zeigen. Die ganze Klasse hat zu Lachen begonnen, weil Heldenfingen so klein ist, aber ich steh dazu :) Ich mag Heldenfingen! An diesem Mittag lernten alle meine Klassenkameraden fuer den Test am Donnerstag, den ich zum Glueck noch nicht mitschreiben musste. Wie denn auch ohne Portugiesisch zu koennen!? Hier funktioniert das mit den Tests anders. Jeden Donnerstag werden Tests geschrieben in allen Faechern. Also eigentlich die Haelfte von den Faechern, da die andere Haelfte in der naechsten Woche dran war. Genauer weiss ich noch nicht, wie das funktioniert, aber das erfahre ich bestimmt, wenn ich selbst mitschreibe. :)

Zum Lunch sass ich am Abend mit meiner Familie zusammen in der Kueche. Wir redeten ueber meine Gastschwester in Deutschland und ueber Belo Horizonte. Das ist die Hauptstadt von meinem Bundesstaat Minas Gerais. Dort ging ich fuer das Wochenende hin zu einem Camp von meiner Organisation AFS.

Das war mein einundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Um 06.30 Uhr brachte mich mein Gastpapa nach Pocos de Caldas zur Bushaltestelle. Von dort aus durfte ich 8 Stunden mit dem Bus nach Belo Horizonte fahren…allein! Die Zeit ging zum Glueck superschnell vorbei. In Varginha hat mich Telma im Bus besucht. Extra wegen mir ist sie aufgestanden und hat ihren Deutschunterricht verpasst, um mich zu sehen. Total lieb von ihr! Es war super, sie mal wieder zu sehen! In Belo Horizonte angekommen bin ich aus dem Bus ausgestiegen und es hat geheissen, dass ein Betreuer von AFS mich am Bus abholt. Es war leider weit und breit niemand zu sehen. Ich bin ein bisschen herumgelaufen und dann ist der Busfahrer mit mir zu drei Polizisten gegangen, um mir zu helfen. Die sprachen leider alle kein Englisch. Deshalb kam ein anderer Polizist, der mit mir dann zum Infostand ging und von dort mit mir bei meiner Gastfamilie in Andradas anrief. Die versuchten dann AFS zu erreichen. Nach 45 Minuten allein in Belo Horizonte warten wurde ich dann endlich abgeholt. Anscheinend haette meine Betreuerin gesagt, dass mein Bus spaeter ankommt. Am Busbahnhof warteten wir dann noch bis 19 Uhr, also drei Stunden, auf andere Austauschschueler. Am Ende waren wir fuenf Austauschschueler. Drei aus Thailand, eine aus Finnland und ich. Zwei Betreuer waren auch noch da, die auf uns aufpassen sollten, Lucas und Laura. Lucas war ein Jahr in der Schweiz und Laura in Belgien. Endlich sind wir mit dem Taxi in unseren Club gefahren, in dem wir wohnten. Viel davon haben wir nicht gesehen, da es schon dunkel war.

Das war mein zweiundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Den ganzen lieben langen Tag haben wir geredet im Camp! Das war wirklich nicht so spannend. In den Pausen hatten wir Spass zusammen, aber die Thailaender sprachen untereinander immer Thai und die Finnin und ich verstanden nichts. Schlimmer als Portugiesisch :) Wir zwei hatten aber auch viel Spass zusammen.  Am Abend haben wir einen Film auf Englisch geschaut und dann sind wir schlafen gegangen.

Das war mein dreiundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Am Sonntagmorgen hatten wir nur noch zwei Programmpunkte und dann konnten wir ein bisschen am Pool chillen.  Es war super Wetter. Also genau die richtige Beschaeftigung! Noch vor dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Dort wurden alle nacheinander abgeholt und ein Thailaender und ich blieben uebrig, weil wir mit dem Bus fahren mussten. 20 Minuten, bevor mein Bus kam, sind wir noch schnell etwas essen gegangen. Ich konnte aber nicht fertig essen, weil ich sonst meinen Bus verpasst haette. Laura hat mich zum Bus gebracht und wieder bin ich 8 Stunden unterwegs. Dieses Mal war es aber nicht so schoen, weil der Bus sehr voll war. In Pocos de Caldas angekommen wurde ich von meiner ganzen Familie abgeholt. Das war total schoen :) Gemeinsam sind wir in eine Pizzeria gegangen, weil ich sehr, sehr hungrig war nach 8 Stunden ohne Essen!! Zu Hause bin ich tot ins Bett gefallen. Morgen ist wieder Schule.

Das war mein vierundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Sehr frueh klingelte mein Wecker, heute zu frueh! Trotzdem ging ich in die Schule, nachdem ich das Angebot von meiner Familie zu Hause zu bleiben, abgelehnt habe. Sehr anwesend war ich aber nicht in der Schule :)

Am Abend bin ich mit Bruna kurz zum Kung Fu und danach zu meinen Nachbarn, meiner Cousine Helena. Zu mehr war ich heute nicht in der Lage!

Das war mein fuenfundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Ein weiterer spannender Schultag kam hinzu. Nach der Schule war Gabriel, ich glaube auch ein Cousin, bei uns Zuhause. Mir ihm und Bruna spielte ich PS 3, aber es waren nicht so ganz meine Spiele. Spass hatten wir aber trotzdem. :) Am Abend ging es zur anderen Oma. Die hat sechs Hunde, die alle mal auf der Strasse gewohnt haben. Einer davon hat mir immer in meinen Fuss gebissen. Vor dem hatte ich ziemlich Respekt, obwohl Bruna immer gesagt hat, dass der nichts macht. Wieder daheim hatte ich so wie jeden Abend in letzter Zeit vor, frueh ins Bett zu gehen, aber leider schaffte ich es wieder nicht vor 23 Uhr ins Bett zu kommen. So wenig schlaf wie hier hatte ich in Deutschland nie!!

Das war mein sechsundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

In der Schule war der Biologieunterricht heute ziemlich witzig. Der  Lehrer bringt einen guten Spruch an den Andern! Ich hab zwar nicht alles verstanden bzw. mir wurde nicht alles uebersetzt, aber seine Gesichtsausdruecke und Handbewegungen haben gereicht, um mich zum Lachen zu bringen!! Einfach nur gut! Nach der Schule bin ich mit meiner Gastmama eine Handykarte kaufen gegangen. Auch ich bin jetzt in Brasilien richtig erreichbar und kann mich melden, wenn ich verloren gehe, wie in Belo Horizonte. :) Da heute Mittwoch ist und morgen wieder Test ist, versuchte ich ein bisschen zu lernen. Maria, die Schulleiterin sagte, dass ich doch versuchen kann, den Test zu schreiben. Mathe, Chemie und Physik lernte ich also ein Bisschen. Ich fuehl mich eindeutig nicht in der Lage einen Test zu schreiben, aber okay! Warum nicht versuchen!? :)

Das war mein siebenundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Heute haben in der Schule alle ueber den Test gesprochen und noch zusammen gelernt. Bei Physik habe ich versucht etwas zu verstehen, damit ich nicht komplett versage in dem Test! J Aber sehr wichtig ist mir der Test noch nicht. Nach der Schule bin ich nach Hause zum Mittagessen und um kurz vor Zwei brachte mich mein Gastpapa wieder in die Schule zum Test. In zwei Klassenzimmern wurde geschrieben. Man hatte Zeit von 14 Uhr bis 17.30 Uhr und konnte an einem Fach beliebig lange brauchen. Alles musste in der Zeit geschafft werden. Ich versuchte Mathe, Chemie und Physik zu loesen, aber was ich mit Woerterbuch nicht verstanden habe, habe ich freigelassen. Bei den anderen Faechern habe ich auf das Arbeitsblatt geschrieben, dass es mir Leid tut, aber ich nichts verstehe. :) Was soll ich auch sonst tun!? Am Abend bin ich mit meiner Gastmama noch zur Tante gegangen.

Das war mein achtundzwanzigster Tag hier in Brasilien…

 

Nur noch den Tag heute Schule und dann war Wochenende. :) Die ersten zwei Stunden hatten wir Redaktion. Was fuer ein tolles Unterrichtsfach. Wir mussten Weihnachten charakterisieren und meine Gruppe hat deutsches Weihnachten charakterisiert. Die Lehrerin mag ich sehr! :) Sonst war heut auch wieder ein toller Schultag. Naechsten Montag werden wir in der Schule eine Rakete basteln. Da bin ich mal sehr gespannt, wie das wird, denn irgendwie brauch man einen Test, um das machen zu duerfen. Anscheinend ist es egal, wie schlecht man in dem Test ist. Wieso macht man dann diesen Test ueberhaupt!? Ich werde schlecht sein, weil ich nichts verstehe! :) Am Mittag habe ich mit Rita, dem Hausmaedchen ueber Deutschland geredet und ja…Jetzt ist Freitagabend. WOCHENENDEE :)

Ich hoffe, es war nicht zu einschlaefernd, aber jetzt ist wirklich alles gesagt. :)

 

Liebe Gruesse aus dem schoenen Brasilien!!

Bylle

 

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